Kfz-Innung Region Stuttgart Treiber fordert eine Taskforce des Kfz-Gewerbes zum Klimaschutz

Autor: Doris Pfaff

Der wiedergewählte Stuttgarter Obermeister Torsten Treiber will bei der Diskussion um den Klimaschutz das Feld nicht den Autogegnern überlassen. Er fordert deshalb mehr Einsatz vom ZDK und eine neue Arbeitsgruppe. Treiber hat auch schon eine Idee, wer sie anführen soll.

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Der wiedergewählte Obermeister Torsten Treiber fordert ein stärkeres Engagement des Kfz-Gewerbes gegenüber der Front der Autogegner.
Der wiedergewählte Obermeister Torsten Treiber fordert ein stärkeres Engagement des Kfz-Gewerbes gegenüber der Front der Autogegner.
(Bild: Kfz-Innung Region Stuttgart)

Als eine Art Taskforce müsse sich eine neue Arbeitsgruppe des Kfz-Gewerbes dem Thema Klimaschutz widmen, „die das mediale Feld nicht nur den Katastrophenpropheten überlässt und die Verhältnisse zurechtrückt“, fordert Torsten Treiber. In einer Onlineversammlung wurde er für drei weitere Amtsjahre als Obermeister der Kfz-Innung Region Stuttgart gewählt.

Treiber versprach, die Interessen der Kfz-Gewerbes noch stärker zu vertreten. Das sei nötig, wie die politische Entwicklung und die Anti-Auto-Stimmung zeigten. „Am Wochenende haben die Autogegner oder besser Autohasser ihre Reihen geschlossen. Unter dem Banner des Klimaschutzes wird dem Auto heftiger Gegenwind bis zur Sturmstärke entgegenwehen“, so Treiber.

Mehr Engagement des ZDK

Diesem Klima müsse das Kfz-Gewerbe entgegenwirken. Treiber hält dafür ein stärkeres Engagement des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe auf Bundes- und EU-Ebene für nötig. Treiber kennt auch „den richtigen Mann“ für die Taskforce Klimaschutz: Michael Ziegler, Präsident des Kfz-Gewerbes Baden-Württemberg. Treiber: „Er hat als Vorstandsmitglied auch Gewicht im Zentralverband des Kraftfahrzeuggewerbes.“

Die Kernaussagen der Innung zur Mobilitätspolitik seien mit denen des Landesverbands deckungsgleich, erklärte Treiber und zitierte dazu Ziegler. Dieser fordere eine klare Linie von EU, Bund und Land und eine Abwrackprämie für den Verbrenner, falls der per Gesetz abgeschafft werde, sowie einen stärkeren Ausbau der Ladeinfrastruktur.

In seiner Rede blickte Treiber auch auf die vergangenen Monate zurück und kritisierte die Entscheidungen der Politik in der Coronakrise: „Es war nicht logisch, die Autohäuser seit 16. Dezember 2020 zu schließen. Die Inzidenzen gingen ohne uns rauf, hoffen wir, dass sie jetzt dauerhaft nach unten gehen.“

Die Folgen der Krise für das Kfz-Gewerbe seien immens. „Momentan liegen wir allein im Neuwagenhandel in der Region bei schätzungsweise 840 Millionen Euro weniger im Vergleich zu 2019“, betonte Treiber in der Mitgliederversammlung.

Vorstand der Kfz-Innung Region Stuttgart

Neben dem wiedergewählten Obermeister gehören dem Vorstand der Kfz-Innung Region Stuttgart außerdem an: Frank Schnierle (Autohaus Wilhelm Jesinger, Esslingen) als stellvertretender Obermeister und Kreisgruppenvorsitzender für den Kreis Esslingen, Daniel Kargl (Autohaus Weeber, Kreis Böblingen), Markus Klein (Autohaus Klein, Kreis Ludwigsburg), Reiner Äckerle (Autohaus Äckerle, Rems-Murr-Kreis), der gleichzeitig auch Pressesprecher der Innung ist, und Roger Schäufele (Autohaus Lutz, Stuttgart). Alle wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Ebenfalls in ihren Ämtern und Funktionen der Kfz-Innung bestätigt wurden:

  • Vorstandsmitglied Service: Katharina Braun, Autohaus Zweig, Stuttgart
  • Vorstandsmitglied Handel: Nico Schreiber, Autowelt Winkler + Schreiber, Ludwigsburg
  • Vorstandsmitglied Berufsbildung, Innungsvertreter Lehrlingsstreitigkeiten, Vorsitzender des Berufsbildungsausschusses und Innungsvertreter bei der Kreishandwerkerschaft Stuttgart: Heinrich Krawietz, Auto-Schöttle, Stuttgart
  • Innungsvertreter bei der Schiedsstelle: Walter Uhlmann, Auto Staiger, und Dirk Rolke, Mercedes-Benz, Stuttgart
  • Rechnungs- und Kassenprüfer: Conrad Mohr, Automobilservice Mohr, und Thomas Pflieger, Auto-Dienst Pflieger
  • Delegierte der Innung für die Delegiertenversammlung des Landesverbands: Torsten Treiber, Frank Schnierle und Michael Ziegler

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Über den Autor

 Doris Pfaff

Doris Pfaff

Redakteurin bei »kfz-betrieb«, Ressort Verbände & Politik