Trend-Tacho: Alternative Antriebe sind gefragt

Autofahrer favorisieren Hybrid- und Elektrofahrzeuge

| Autor: Norbert Rubbel

(Bild: VBM-Archiv)

Immer vor den Feiertagen und kurz vor Ferienbeginn steigen die Preise für Benzin und Diesel an den Zapfsäulen ins Utopische. Viele Autofahrer sind über die Preispolitik der Mineralölkonzerne verärgert. Das Resultat: Knapp zwei Drittel der Fahrzeughalter könnten sich vorstellen, bei weiterhin stark steigenden Spritpreisen ein Auto mit alternativem Antrieb zu kaufen. Jeder Fünfte wäre zudem bereit, sein Fahrzeug auf Auto- oder Erdgas umzurüsten. Dies ergab die Trend-Tacho-Studie der Fachzeitschrift »kfz-betrieb« und der Sachverständigenorganisation KÜS.

Die befragten Autofahrer wollen aber nicht nur sparen. Sie sind auch umweltbewusst. So würden 60 Prozent für einen Neuwagen mit mindestens 20 Prozent niedrigerem CO2-Ausstoß mehr Geld ausgeben. Diese Bereitschaft wächst mit zunehmender Reduzierung des Kohlendioxids stark: Während bei einem um zehn Prozent niedrigeren CO2-Ausstoß 47 Prozent der potenziellen Käufer zu Mehrausgaben bereit wären, sind dies bei 30 Prozent geringeren Kohlendioxid-Emissionen immerhin 69 Prozent.

Junge Autofahrer setzen auf den Hybridantrieb

Bei der Frage „Welche alternative Antriebstechnik hat in Zukunft die größten Marktchancen?“ nannten 72 Prozent der Autofahrer den Hybridantrieb, gefolgt vom Elektromotor (62 Prozent) sowie von autogas- (50 Prozent) und erdgasbetriebenen Fahrzeugen (47 Prozent). Den Hybridantrieb favorisieren vor allem Personen unter 30 (79 Prozent) und Fahrer von japanischen Automarken (78 Prozent).

Etwa ein Viertel der Befragten könnte sich vorstellen, als nächstes Auto ein Elektromobil zu kaufen. Allerdings müsste es für 51 Prozent die Reichweite eines benzinbetriebenen Fahrzeugs haben und über vier Sitzplätze plus Kofferraum verfügen (71 Prozent). Obwohl die Anforderungen an die E-Autos sehr anspruchsvoll sind, fühlt sich jeder zweite Fahrzeughalter zum Thema Elektrofahrzeuge unzureichend informiert. Informationsdefizite haben vor allem Frauen (64 Prozent) und Fahrer von Kleinwagen (59 Prozent).

Die komplette Trend-Tacho-Studie mit allen Befragungsergebnissen zur Bekanntheit von alternativen Antriebsarten, Kaufbereitschaft von Elektrofahrzeugen und zu den Reaktionen der Autofahrer bei Spritpreiserhöhungen erhalten Sie für 49 Euro. E-Mail: info@kfz-betrieb.de.

Kommentare werden geladen....

Ihr Kommentar zum Thema

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 39227230 / Service)

Plus-Fachartikel

Die GVO in der Prüfungsphase

Die GVO in der Prüfungsphase

Die EU-Kommission prüft derzeit, ob und wie die GVO weiterentwickelt werden soll. ZDK-Geschäftsführerin Antje Woltermann schildert den aktuellen Stand der Dinge und die Forderungen des Verbands. lesen

Coronakrise: Große Auswirkungen

Coronakrise: Große Auswirkungen

Kurzarbeit verringert das Einkommen der betroffenen Mitarbeiter. Und sie betrifft auch zukünftige Einkünfte – nämlich jene aus der betrieblichen Altersvorsorge. Einvernehmliche Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer können helfen. lesen