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Trend-Tacho: So viel woll(t)en die Deutschen für ihr Auto ausgeben

| Autor: Jakob Schreiner

Wie viel darf das nächste Auto kosten, und hat sich der Käufer schon für eine Marke entschieden? Welche Antriebsart wird präferiert, soll es ein Gebraucht- oder Neuwagen sein? Und wo und wie möchte der Kunde das Auto kaufen? Der aktuelle Trend-Tacho liefert Antworten.

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(Bild: Audi)

27.705 Euro wollen die Deutschen im Schnitt für ihr nächstes Fahrzeug ausgeben. Soll es ein Neufahrzeug sein, wären sie bereit, 32.620 Euro zu zahlen. Der Gebrauchtwagen soll maximal 18.988 Euro kosten, wie die aktuelle Trend-Tacho-Studie „Konsumentenverhalten & Käufereinstellungen“ der Sachverständigenorganisation KÜS und der Fachzeitschrift »kfz-betrieb« zeigt. Noch vor einem Jahr wollten die Befragten für einen Gebrauchten höchstens 15.252 Euro ausgeben und für einen Neuen 31.546 Euro.

Bei allen Ergebnissen gilt es allerdings zu beachten: Die Befragung fand in den ersten beiden Märzwochen statt, bevor die Corona-Pandemie das wirtschaftliche und öffentliche Leben in Deutschland nahezu stillgelegt hatte. Wie sich die aktuelle Situation auf die Kaufabsichten und Budgetplanungen der Kunden auswirkt, ist nicht abzusehen.

Die Studie zeigt, dass sich fast die Hälfte der Befragten (46 %) noch nicht sicher ist, für welchen Hersteller sie sich entscheiden würde. Vor zwei Jahren war nur etwa ein Drittel bezüglich der Markenwahl unentschlossen. Klarer sind sich die Kunden und Kundinnen bei der Wahl ihrer Antriebsart. Nur 16 Prozent sind dahingehend noch unsicher. 45 Prozent würden sich aktuell für einen Benziner entscheiden, 11 Prozent für einen Diesel.

Damit hat der Diesel als Antriebsart wieder deutlich dazugewonnen. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass die Abneigung ihm gegenüber seit 2018 gesunken ist. So würden sich aktuell 61 Prozent wegen drohender Fahrverbote keinen Selbstzünder mehr zulegen. 2018 stimmten dieser Aussage noch 20 Prozent mehr der Befragten zu.

Bei den alternativen Antrieben liegt der Hybrid deutlich vor einem reinen E-Fahrzeug (17% vs. 6 %). Hier spannend: Die Bundesregierung hatte jüngst eine Erhöhung der Elektro-Kaufprämie beschlossen. Für immerhin jeden vierten Befragten war das Anlass, über den Kauf eines Stromers nachzudenken. Vier Prozent der Befragten würde auch ein Fahrzeug mit Brennstoffzelle fahren. Das Interesse an Auto- bzw. Erdgas-Fahrzeugen bleibt mit jeweils einem Prozent verschwindend gering.

Händler bleibt Bezugsquelle Nummer eins

Unabhängig von der Marke und der Antriebsart will die Mehrheit (71 %) das Fahrzeug von einem Händler beziehen. Zehn Prozent würden einen Pkw online kaufen, neun von Privatleuten und sieben Prozent direkt beim Hersteller. Dabei steht nach wie vor die Barzahlung hoch im Kurs der Kunden. 62 Prozent wollen direkt bezahlen, etwa ein Drittel (31 %) das Fahrzeug finanzieren und lediglich zwei Prozent wollen ein Auto-Abo abschließen.

Das Potenzial des Auto-Abos ist aber bedeutend höher: Etwa jeder zweite Kunde (46%) könnte es sich grundsätzlich vorstellen, das nächste Auto in einem Abo-Modell zu beziehen.

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Über den Autor

 Jakob Schreiner

Jakob Schreiner

Redakteur Ressort Service & Technik