Trend-Tacho: Ölgeschäft ist kein Selbstläufer

Studie zeigt Einstellungen der Autofahrer zum Motorenöl

| Autor: Norbert Rubbel

Die meisten Autofahrer halten die vorgegebenen Ölwechselintervalle der Hersteller ein.
Die meisten Autofahrer halten die vorgegebenen Ölwechselintervalle der Hersteller ein. (Foto: Rubbel)

Knapp 90 Prozent der Fahrzeughalter führen ihren Ölwechsel nach den Intervallvorgaben der Automobilhersteller durch. Nur zwölf Prozent lassen ihr Motorenöl seltener wechseln als vorgeschrieben. Dies ergab die Trend-Tacho-Studie der Fachzeitschrift »kfz-betrieb« und der Sachverständigenorganisation KÜS.

Die Treue der Autofahrer zu den vorgegebenen Wechselintervallen könnten die Kfz-Betriebe für sich nutzen, um ihr Ölgeschäft noch stärker als bisher zu fördern. Sie müssten allerdings bei vielen ihrer Kunden gewisse Zweifel ausräumen und sie intensiver beraten. Denn knapp 50 Prozent der Befragten sind nicht wirklich davon überzeugt, dass das Öl nach den Empfehlungen der Fahrzeughersteller gewechselt werde sollte. Zudem meinen zwei Drittel der Autofahrer: „Mir ist es egal, welches Öl die Werkstatt einfüllt, Hauptsache es ist genügend drin.“ „Man muss über Öl reden, wenn man es verkaufen will“, rät Peter Schuler, Bundesgeschäftsführer der KÜS.

Autofahrer sind am Thema Motorenöl stark interessiert

Allerdings sind auch 57 Prozent der Pkw-Fahrer der Ansicht, dass „hochpreisiges Öl die Lebensdauer des Motors verlängert“. Jeder vierte Befragte ist am „Thema Motorenöl sehr stark interessiert“. Jeder Zweite wünscht sich „bei der Auswahl von Öl eine qualifizierte Beratung“. Vor diesem Hintergrund ist es nur schwer verständlich, warum 67 Prozent der Fahrzeugbesitzer von ihrer Werkstatt auf den fälligen Ölwechsel nicht aufmerksam gemacht wurden.

Auf die Frage „Haben Sie bei Ihrem letzten Ölwechsel in der Werkstatt über das einzufüllende Öl gesprochen?“ antworteten 53 Prozent mit „Nein“. „Das Ölgeschäft ist kein garantierter Selbstläufer. Öl muss kommuniziert werden, sonst stehen zukünftig noch mehr Kunden mit dem mitgebrachten Öl unter dem Arm in der Werkstatt“, erklärt Wolfgang Alfs, Geschäftsführer der ABH Market Research GmbH in Köln.

Nachlässigkeiten in der Kundenansprache und im Verkauf von Motorenöl haben die Marktanteile in den letzten zehn Jahren deutlich verschoben: Nur noch 37 Prozent der Autofahrer ließen ihren letzten Ölwechsel von einer Vertragswerkstatt durchführen (2005: 53 Prozent) und 39 Prozent von einer Freien Werkstatt (2005: 23 Prozent).

Die komplette Trend-Tacho-Studie mit allen Befragungsergebnissen zum Verhalten der Autofahrer, zu den Marktanteilsverschiebungen beim Ölwechsel und Terminbuchungen über das Internet sowie zur Ausgabenbereitschaft, Preisbewertung und Einstellung zum Thema Motorenöl erhalten Sie für nur 49 Euro. E-Mail: info@kfz-betrieb.de.

Kommentare werden geladen....

Ihr Kommentar zum Thema

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 43440803 / Trend-Tacho)

Plus-Fachartikel

Byton: „Ein digitales Erlebnis“

Byton: „Ein digitales Erlebnis“

45.000 Euro netto will das chinesische Start-up Byton für sein Elektro-SUV M-Byte verlangen. Nach dem Start in China Anfang 2020 soll das Auto ein Jahr später auch nach Europa kommen. Byton-Manager Andreas Schaaf erläutert die Pläne des Fabrikats. lesen

Caroobi: Räuber oder Robin Hood?

Caroobi: Räuber oder Robin Hood?

Caroobi schaltet sich immer häufiger zwischen freie Werkstatt und Endkunde. Aus Sicht der Berliner geschieht das nur zum Vorteil der Betriebe. Die künftigen Pläne des Start-ups erläutert Geschäftsführer Philipp Grosse Kleimann. lesen