Suchen

Trierer Schiedsstelle arbeitet Fälle erfolgreich auf

| Autor / Redakteur: Holger Zietz / Christoph Baeuchle

Die unzufriedenen Kunden der Autohäuser und Werkstätten nehmen ab. Dazu tragen die Schiedsstelle und vor allem die Aufarbeitung der Altfälle bei. Die Innung Trier-Saarburg zeigt erfolgreich, wie es geht.

Firmen zum Thema

Alfons Behr, Obermeister der Kfz-Innung Trier-Saarburg.
Alfons Behr, Obermeister der Kfz-Innung Trier-Saarburg.
(Foto: Zietz)

Mit seinen Schiedsstellen ist das Kfz-Gewerbe seit Jahren Vorreiter. Sie sind nicht nur Schlichtungsstellen im Kfz-Gewerbe, sondern können auch als Gradmesser für die Zufriedenheit der Kunden mit der Arbeit der Autohäuser und Werkstätten gelten. Im vergangenen Jahr war die Zahl der bei den Kfz-Schiedsstellen eingegangenen Anträge bundesweit rückläufig. Die Zufriedenheit steigt.

Das stellte auch Helmut Görres von der Kfz-Innung Trier-Saarburg fest, der seit Jahren das „Gewissen der Betriebe“ ist. In jedem Jahr zieht er die Bilanz der Schiedsstelle und trägt dabei nicht einfach nur die Eckdaten vor, sondern zeigt auch auf, wo es hakt. Einmal jährlich hält er eine Art Gardinenpredigt und geht auf sich stetig wiederholende Fehler der Betriebe ein. Dazu gehört beispielsweise die „Arbeit ohne Auftrag“. Das Dauerthema war in den vergangenen Jahren immer präsent, allerdings verliert es an Bedeutung. Im vergangenen Jahr hatte die Innung nur noch einen einzigen Fall. Görres’ Resümee: „Es wirkt!“ Steter Tropfen höhlt den Stein, die Gardinenpredigt trägt Früchte.

Team der Kfz-Innung Trier-Saarburg: (v.li.) Helmut Görres, Obermeister Alfons Behr und sein Stellvertreter Torsten Braun.
Team der Kfz-Innung Trier-Saarburg: (v.li.) Helmut Görres, Obermeister Alfons Behr und sein Stellvertreter Torsten Braun.
(Bild: Zietz)

Das ist spitze im Vergleich zu den bundesweiten Zahlen. Hier bezog sich noch knapp jeder vierte Antrag (24 Prozent) auf eine nicht in Auftrag gegebene und trotzdem durchgeführte Arbeit.

Die meisten Beschwerden konnten die Mitarbeiter der Schiedsstelle der Kfz-Innung Trier-Saarburg aus der Welt schaffen. Lediglich ein kleiner Teil kam vor die Schiedskommission. Auch sonst hat sich die Arbeit von Handel und Werkstatt in der Region Trier in den vergangenen Monaten immer weiter gebessert. Eine nicht unerhebliche Zahl von Anträgen an die Schiedsstelle betraf übrigens nicht organisierte Betriebe oder gar Schwarzarbeiter. „Diese Aufträge aus der Parallelwelt sollen auch dort bleiben!“ sagt Görres.

(ID:45199599)