Trojaner: Und dann geht nichts mehr

Verschlüsselungstrojaner oder Ransomware können die IT-Systeme eines Kfz-Betriebs binnen Minuten lahmlegen. Dagegen hilft nur ein gesundes Misstrauen beim Öffnen von Mail-Anhängen.

| Autor: Bernd Reich

Ein Virusbefall kann dramatische Auswirkungen haben.
Ein Virusbefall kann dramatische Auswirkungen haben. (Bild: © santiago silver/Fotolia.com)

Es geschah in einem Kfz-Betrieb in der Nähe von Würzburg zwei Wochen vor Weihnachten 2016. Der Juniorchef öffnete eine Mail mit einer eingegangenen Bewerbung, und fünf Minuten später war das IT-System in seinem Unternehmen komplett lahmgelegt. Niemand im Betrieb konnte mehr Aufträge anlegen oder Rechnungen schreiben. Es ging nichts mehr. Sowohl das DMS als auch die Office-Programme waren an allen im Netzwerk angeschlossenen Rechnern blockiert.

Was war passiert? Die Mail mit der Bewerbung auf eine tatsächlich ausgeschriebene Stelle enthielt einen als Lebenslauf deklarierten Anhang mit einer Excel-Tabelle. Mittels Makrofunktion installierte diese beim Öffnen der Datei die Ransomware Golden-Eye. Der Begriff Ransomware setzt sich aus dem englischen Wort für Lösegeld „Ransom“ und „Software“ zusammen. Man nennt diese Programme auch Krypto-Trojaner, denn sie verschlüsseln alle Programme in einem Netzwerk. Nur durch Eingabe eines Passworts lässt sich das Netzwerk wieder freischalten. Und für dieses Passwort verlangen die kriminellen Versender der Ransomware beliebige Summen.

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