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Trotz Corona: Weniger Kfz-Insolvenzen im April

| Autor: Viktoria Hahn

Die Kfz-Branche hat im April etwas weniger Insolvenzen als im Vorjahresmonat verzeichnet. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) meldeten sich 49 Betriebe zahlungsunfähig – ein Minus von 7,5 Prozent.

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49 Betriebe aus der Kfz-Branche meldeten sich im April zahlungsunfähig.
49 Betriebe aus der Kfz-Branche meldeten sich im April zahlungsunfähig.
(Bild: Ottmar Holz / »kfz-betrieb«)

Die Zahl der Insolvenzen im Kfz-Gewerbe hat im April leicht abgenommen. Wie aus den jüngsten Auswertungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervorgeht, meldeten sich 49 Betriebe aus der Branche zahlungsunfähig. Davon wurden jedoch nur 36 Verfahren tatsächlich eröffnet, die restlichen Fälle haben die Gerichte mangels Masse abgewiesen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind das 7,5 Prozent – konkret vier Betriebe – weniger. Aktuell müssen nun 406 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Branche um ihre Jobs bangen, während sich die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger auf 615,1 Millionen Euro belaufen.

In der Gesamtbetrachtung der ersten vier Monate des Jahres hat die Zahl der Kfz-Pleiten gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht zugenommen. 215 Verfahren insgesamt bedeuten ein Plus von 2,9 Prozent oder 6 Fällen. Zwischen Januar und April entwickelte sich die Situation in der Branche damit schlechter als in der Gesamtwirtschaft: Branchenübergreifend sank die Zahl der Insolvenzen in diesem Zeitraum um 6,1 Prozent. Im April selbst nahm die Anzahl der Pleiten gesamtwirtschaftlich sogar um 13,3 Prozent ab.

Im Berichtsmonat April ergibt sich beim Blick auf die Branchensegmente ein differenziertes Bild: Bei den Werkstätten registrierten die Statistiker 14 Pleiten. Das ist eine Zunahme um 4 Betriebe (+40 %) im Vergleich zum Vorjahr. Im Teilehandel verdoppelte sich die Anzahl der Insolvenzen sogar auf 24 Betriebe. Dagegen gibt es eine positive Entwicklung bei den Lackierereien zu vermelden: Im April 2019 gab es vier laufende Insolvenzverfahren, ein Jahr später wurden keines eröffnet.

Blickt man auf die Waschanlagen, lässt sich hier ein Minus von 50 Prozent ausmachen – im April dieses Jahres meldeten nur noch 2 Betriebe Insolvenz an. Ebenfalls positiv ist die Entwicklung bei den Zweiradbetrieben: Waren im April 2019 noch 3 Betriebe zahlungsunfähig, hat im April 2019 nur noch ein Betrieb Insolvenz angemeldet (-66,7 %). Auch die Handelsbetriebe schafften mit 20 Verfahren im Vergleich zu 25 Stück im Vorjahresmonat eine positive Entwicklung (-20 %).

Das Destatis schlüsselt detailliert die Unternehmenspleiten nach Tätigkeitsfeldern auf. Eine ähnlich deutliche Aufschlüsselung nach Betriebsstilllegungen oder Gewerbeabmeldungen gibt es jedoch nicht. Somit bleibt unklar, wie viele Betriebe durch eine geregelte Betriebsaufgabe aus dem Wettbewerb ausscheiden.

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Über den Autor

 Viktoria Hahn

Viktoria Hahn

Volontärin des Newsdesk von »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group GmbH & Co. KG