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Trotz Krise: Kfz-Betriebe halten an ihren Mitarbeitern fest

Autor: Jakob Schreiner

Viele Unternehmen kämpfen mit Kurzarbeit und staatlicher Hilfe um den Betrieb und die Arbeitsplätze. Betriebsbedingte Kündigungen sind für fast alle Unternehmen kein Mittel, um die wirtschaftlichen Folgen abzufedern, wie eine BIX-Sonderbefragung ergeben hat.

Auch das Fahrzeughaus Gifhorn Süd präsentiert sich in der neuen CI der Marke.
Auch das Fahrzeughaus Gifhorn Süd präsentiert sich in der neuen CI der Marke.
(Foto: AH Wolfsburg)

Trotz der wirtschaftlichen Probleme aufgrund der Corona-Pandemie steht der allergrößte Teil der Unternehmer zu ihrer Belegschaft. Wie eine aktuelle BIX-Sonderbefragung unter 100 Markenbetrieben und 100 freien Werkstätten ergeben hat, haben 95 bzw. 97 Prozent der Befragten kein Personal entlassen oder planen nicht, dies in naher Zukunft zu tun.

Mit Maßnahmen wie Kurzarbeit oder staatlichen Hilfen kämpfen die Unternehmen um den Erhalt der Arbeitsplätze und des Betriebs. Über die Hälfte der Vertragspartner hat bereits Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Kurzarbeit geschickt, ein weiteres Viertel hat diese beantragt. Staatliche Hilfen haben bisher 60 Prozent beantragt. In 17 Prozent dieser Fälle wurde der Antrag bereits bewilligt. Fast 90 Prozent sprechen von starken bis sehr starken Auswirkungen auf ihr Alltagsgeschäft. Das verwundert angesichts (noch) geschlossener Verkaufsräume nicht.

Bei ihren markenunabhängigen Kollegen stellt sich die Situation etwas anders dar. Die Situation belastet zwei Drittel der Betriebe stark bis sehr stark, ein Drittel gibt an, dass die Krise das Geschäft weniger stark betrifft. Entsprechend geringer sind die Fallzahlen bei Kurzarbeit und staatlicher Hilfe. Rund ein Drittel hat Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Kurzzeit, bei lediglich zehn Prozent ist der Antrag dafür ausgefüllt. Etwa jeder zweite Betrieb (48 %) hat bisher Staatshilfen beantragt, 15 Prozent haben sie bereits erhalten. Beide Befragungsgruppen sprechen dabei mehrheitlich von einer unbürokratischen Abwicklung der Anträge.

Normalität im späten Sommer möglich

Die Kfz-Unternehmer wurden zudem gefragt, ab wann bei ihrem Geschäft ihrer Ansicht nach wieder Normalität einkehren werde. Dabei waren sich Vertragspartner und freie Werkstätten mehrheitlich einig, dass sich ihre Situation noch bis zum Sommerende hin wieder normalisiert haben könnte. Die jetzt beschlossenen Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen und das Wiedereröffnen einiger Geschäfte sind ein erstes positives Zeichen dafür, dass die Einschätzung der Unternehmer sich bewahrheiten könnte.

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 Jakob Schreiner

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Redakteur Ressort Service & Technik