Mitsubishi i-MiEV: Weltweit erstes Elektroauto besteht bei TÜV Rheinland Euro NCAP-Crashtests

28.03.2011

Erstmals hat ein Elektroauto die vorgeschriebenen Crashtests nach Euro NCAP absolviert und bestanden: Der neue Mitsubishi i-MiEV bestand den Härtetest des European New Car Assessment Programme (Euro NCAP) mit vier von fünf möglichen Punkten. Euro NCAP verfolgt das Ziel, Autokäufern und Herstellern eine realistische und unabhängige Beurteilung von Sicherheitsmerkmalen häufig verkaufter Fahrzeuge zu bieten. Beim Crashtest verließ sich die europäische Sicherheitsorganisation auf die Kompetenz von TÜV Rheinland TNO Automotive International (TTAI). Das Ziel von TÜV Rheinland: „Elektroautos müssen

Erstmals hat ein Elektroauto die vorgeschriebenen Crashtests nach Euro NCAP absolviert und bestanden: Der neue Mitsubishi i-MiEV bestand den Härtetest des European New Car Assessment Programme (Euro NCAP) mit vier von fünf möglichen Punkten. Euro NCAP verfolgt das Ziel, Autokäufern und Herstellern eine realistische und unabhängige Beurteilung von Sicherheitsmerkmalen häufig verkaufter Fahrzeuge zu bieten. Beim Crashtest verließ sich die europäische Sicherheitsorganisation auf die Kompetenz von TÜV Rheinland TNO Automotive International (TTAI). Das Ziel von TÜV Rheinland: „Elektroautos müssen genauso sicher sein wie Fahrzeuge mit konventionellem Antrieb“, so Dr. Thomas Aubel, als Vorstand Mobilität bei TÜV Rheinland weltweit verantwortlich für die Prüfdienstleistungen rund um Elektromobilität.

Im niederländischen Helmond betreibt TTAI eines der weltweit sechs durch Euro NCAP akkreditierten Versuchslabore. Die Anlage ist umfassend auf die Herausforderungen für Tests mit Elektrofahrzeugen abgestimmt. Alle Mitarbeiter sind speziell in Sachen Elektrofahrzeug geschult. Bei einem Elektroauto ist dies besonders wichtig – ergeben sich doch völlig andere Gefährdungspotenziale als bei herkömmlichen Pkw. Denn bei Vorbereitung und Durchführung der Crashtests müssen die Mitarbeiter in die komplexen Strukturen der Batterie- und Fahrzeugsysteme eingreifen. „Hier haben wir es mit integrierter Hochspannungstechnologie zu tun, die gefährlich ist“, erklärt TTAI-Geschäftsführer Achim Schmitz. Spezielle Messgeräte ermöglichen die kontinuierliche Überwachung von Spannungsverlauf und Isolationswiderstand. Das ist eine unabdingbare Voraussetzung für den Nachweis eines sicheren Fahrzeug- und Systemverhaltens. „Wird nach einem Crash der Strom der Lithium-Ionen-Batterie nicht automatisch abgeschaltet, drohen Verletzungen durch Hochvoltstromschläge.“

Im Auftrag von Euro NCAP führte TÜV Rheinland in Helmond verschiedene Crashversuche durch: einen Frontalaufprall, einen Seitenaufprall mit einer fahrbaren deformierbaren Barriere, einen seitlichen Pfahlaufprall, eine Serie von Aufprallversuchen zum Fußgängerschutz sowie eine Versuchsreihe zur Überprüfung der Schutzwirkung von Fahrer- und Beifahrersitz. Neben den bekannten Anforderungen an den Insassenschutz muss bei Elektrofahrzeugen unter allen Umständen gewährleistet sein, dass die Fahrzeuginsassen bei einem Unfalls keinen Gefährdungen durch noch fließenden Strom ausgesetzt sind. Das gute Abschneiden des Mitsubishi i-MiEV im Crashtest ist auch darauf zurückzuführen, dass keinerlei Probleme im elektrischen System des Fahrzeugs auftraten und die Batterien bei keinem Aufprall Schaden nahmen.

In nächster Zeit sind bei TÜV Rheinland Crashtests mit weiteren Elektroautos durch Euro NCAP geplant. „Auch für diesen innovativen Bereich der Versuchs- und Homologationsdienstleistungen haben wir die notwendigen Voraussetzungen geschaffen, unseren Kunden ein verlässlicher und leistungsstarker Entwicklungspartner zu sein“, erklärt TTAI-Geschäftsführer Schmitz.