Porsche-Umbau Über-Elfer für abseits der Straße

Autor / Redakteur: sp-x / Viktoria Hahn

In den 1980er-Jahren fuhr Porsche nicht nur auf Rundstrecken, sondern auch bei Rallyes vorne mit. Ein Karossier aus Kalifornien lässt diese glorreichen Offroad-Zeiten nun für einen unbekannten Kunden wiederaufleben. Und das Modell soll kein Einzelstück bleiben.

Firma zum Thema

Ready to race: Der Singer 911 ACS soll sich auf echten Rallyes bewähren.
Ready to race: Der Singer 911 ACS soll sich auf echten Rallyes bewähren.
(Bild: Singer Vehicle Design)

Der auf Restomod-Umbauten älterer Porsche 911 spezialisierte Karossier Singer Vehicle Design hat einen Elfer Typ 964 Carrera 4 zum Hightech-Wüstenrenner umgebaut. Das All-Terrain Competition Study (ACS) getaufte Fahrzeug greift den Spirit der 1980er-Jahre auf, als sich Porsche mit Umbauten seiner Sportwagenmodelle bei Rallye-Weltmeisterschaften engagierte und 1986 sogar bei der Paris-Dakar gewann.

Doch der ACS ist nicht nur optisches Statement, sondern dank der Expertise des auf Rallye-Umbauten spezialisierten Briten Richard Tuthill zugleich ein topmodernes und hochgerüstetes Wettbewerbsfahrzeug, welches sich künftig unter anderem bei der Baja 1000 und der Rallye Dakar bewähren soll.

Bildergalerie

Um bei den härtesten Touren der Welt bestehen zu können, waren drastische Änderungen notwendig. Die Karosserie des bereits über 30 Jahre alten Basisfahrzeugs wurde massiv versteift und der Innenraum mit einem Überrollkäfig ausgestattet. Zudem wurde der ACS auf grobstollige Riesenreifen von BF Goodrich gestellt und mit kräftigeren Bremsen sowie insgesamt acht langhubigen Dämpfern ausgestattet.

Als Antrieb kommt ein 3,6-Liter-Sechszylinder-Boxer mit Bi-Turboaufladung zum Einsatz, der seine 331 kW/450 PS und 570 Newtonmeter Drehmoment über ein sequentielles Fünfgang-Getriebe an den mit drei Sperrdifferenzialen gerüsteten Allradantrieb leitet. Der ACS fährt also definitiv schnell und erlaubt zudem auch schnelle Drifts.

Stillschweigen über die Kosten

Sein für den Rennsporteinsatz optimierter Innenraum zeichnet sich unter anderem durch zwei stark konturierte Schalensitze mit Fünfpunkt-Gurten sowie ein riesiges Display im Cockpit aus. Außerdem wurde das Fahrzeug mit einem Top-GPS-System, zwei Reserverädern und einem Riesentank für ausschweifende Touren weit abseits jeder Zivilisation ausgerüstet.

Den ACS hat ein namentlich nicht genannter Kunde bei Singer in Auftrag gegeben, der künftig mit seinem Offroad-Elfer an Rallyes teilnehmen will. Über die Kosten für den Umbau wird Stillschweigen bewahrt. Wer sich einen ACS leisten will, muss also persönlich bei Singer oder Tuthill nach dem Preis fragen. Der nun vorgestellte ACS soll jedenfalls kein Einzelstück bleiben.

(ID:47057764)