Skoda Ukraine-Krieg schränkt Enyaq-Lieferfähigkeit massiv ein

Von Andreas Grimm

Der Krieg Russlands gegen die Ukraine hat teils sehr konkrete Konsequenzen für den Handel. Auf den Elektro-SUV Enyaq werden Skoda-Kunden nun wohl deutlich länger warten müssen.

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(Bild: Grimm/»kfz-betrieb«)

Der Krieg in der Ukraine trifft die Hersteller mit unterschiedlicher Intensität. Insbesondere Autobauer Skoda ist gleich mehrfach betroffen. Neben den erwartbaren Absatzverlusten in den kriegführenden Staaten verschärft sich auch akut der Teilemangel in der Skoda-Produktion, da Zulieferer auch in der Ukraine sitzen. Wie der Hersteller am Dienstag mitteilte, sind davon verschiedene Modelle betroffen, insbesondere aber das aktuelle Erfolgsmodell Enyaq iV.

Skoda sah sich den Angaben zufolge Anfang der Woche gezwungen, die Herstellung des Elektroautos Skoda Enyaq iV einzuschränken. Skoda arbeite intensiv daran, nach alternativen Lieferquellen zu suchen, hieß es. Generell sieht sich der Hersteller mit kritischen Lieferengpässen bei Teilen mehrerer lokaler Lieferanten konfrontiert, die sich auf einige Modelle auswirken. Vom Enyaq verkaufte Skoda in Deutschland im letzten Jahr rund 15.000 Einheiten, der Auftragseingang ist hoch. Weltweit setzte Skoda 2021 etwa 45.000 Enyaq ab.

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In der Stellungnahme spricht Skoda allgemein vom Enyaq. Gemeint ist mutmaßlich auch das Enyaq Coupé, das erst anläuft.

Für den Export produziert Skoda in der Ukraine aber nicht. Ein Partner in Solomonovo übernimmt nur die Endmontage der Modelle Superb, Kodiaq, Karoq und Fabia Kombi, die allein in der Ukraine verkauft werden. Die Fabrik steht derzeit still. In Russland produziert Skoda die Modelle Rapid, Octavia, Karoq und Kodiaq. Dort laufen die Bänder noch.

Insgesamt setzte Skoda zuletzt 6.000 Neuwagen in der Ukraine ab. In Russland waren es rund 90.000 Einheiten – etwa ein Zehntel des letztjährigen Gesamtabsatzes. Die Vertriebsstrategie in Russland und der Ukraine werde intensiv diskutiert, hieß es. Sowohl in der Ukraine als auch in Russland sei angesichts der jüngsten Entwicklungen mit einem Umsatzrückgang zu rechnen.

Das Unternehmen betonte aber auch, dass die Sicherheit der Mitarbeiter derzeit an erster Stelle stehe. Man habe die Entwicklungen mit Bestürzung zur Kenntnis genommen und hoffe auf ein rasches Ende der Feindseligkeiten und eine Rückkehr zur Diplomatie.

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