Pkw-Absatz Ukraine-Krieg und Lockdown in China bremsen BMW

Von Andreas Wehner

BMW hat wie auch der Konkurrent Mercedes-Benz im ersten Quartal weniger Autos verkauft als noch ein Jahr zuvor. Vertriebsvorstand Pieter Nota erwartet für das Gesamtjahr Verkäufe auf Vorjahresniveau – und äußerte sich auch zum kommenden Agenturmodell im Handel.

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Mit den Verkäufen seiner vollelektrischen Modelle wie dem iX und dem i4 ist BMW zufrieden.
Mit den Verkäufen seiner vollelektrischen Modelle wie dem iX und dem i4 ist BMW zufrieden.
(Bild: BMW)

BMW hat im ersten Quartal dieses Jahres 6,2 Prozent weniger Fahrzeuge ausgeliefert als im Vorjahreszeitraum. 596.900 Fahrzeuge seiner drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce verkaufte der Münchner Konzern von Januar bis März, wie BMW am Donnerstag mitteilte.

Als Gründe für den Rückgang führte BMW den Ukraine-Krieg und die Auswirkungen der Corona-Lockdowns in China an. Verantwortlich für das Minus war allein die Kernmarke BMW. 519.800 Auslieferungen bedeuteten ein Minus von 7,3 Prozent, während Mini um 1,1 und Rolls-Royce um 17,7 Prozent im Plus lagen.

Den Absatz reiner Elektroautos (BEVs) steigerte BMW um 149,2 Prozent auf 35.300 Fahrzeuge. „Damit sind wir voll auf Kurs, um auch 2022 unsere ambitionierten Wachstumsziele für vollelektrische Fahrzeuge zu erfüllen“, sagte BMW-Vertriebsvorstand Pieter Nota. Insgesamt rechnet der Manager für dieses Jahr mit Verkäufen auf dem Niveau des Vorjahres.

Er kündigte ein europaweites neues Vertriebskonzept. Wie der Hersteller dem Handel gegenüber bereits mitgeteilt hatte, will BMW künftig auf ein Agenturmodell setzen. „Im Fokus stehen dabei für uns die direkte Kundenansprache mit einer engen Kundenbindung sowie ein nahtloses, durchgängiges digitales und physisches Premium-Kundenerlebnis“, erläuterte Nota. Die Details des neuen Modells will BMW nun zusammen mit dem Handel erarbeiten. „Unser künftiges Vertriebsmodell in Europa wollen wir für alle Beteiligten gewinnbringend gestalten: für uns, unsere Partner im Handel und vor allem auch für unsere Kunden“, so Nota weiter.

Mercedes noch deutlicher im Minus

Der Stuttgarter Konkurrent Mercedes-Benz musste deutlich stärker Federn als BMW lassen. Das Unternehmen setzte einer Mitteilung vom Donnerstag zufolge von Januar bis März 501.600 Fahrzeuge ab. Das entsprach einem Minus von 15 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2021. Wie BMW freute sich auch Mercedes über ein deutliches Wachstum bei den vollelektrischen Fahrzeugen. Die Stuttgarter steigerten die Verkäufe von BEVs um 210 Prozent auf 21.900 Einheiten.

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