Umfrage: Deutliche Mehrheit für Null Promille am Steuer

TÜV-Verband fordert schärfere Sanktionen

| Autor: Jens Rehberg

(Bild: Halbes Weizen / dkf2010 / CC BY-SA 2.0)

Eine große Mehrheit der Deutschen fordert ein absolutes Alkoholverbot für Autofahrer. Das geht aus den Ergebnissen einer repräsentativen Umfrage von Ipsos im Auftrag des TÜV-Verbands unter 1.000 Personen zwischen 16 und 75 Jahren hervor. Demnach unterstützen 75 Prozent der Bundesbürger eine Null-Promille-Grenze.

Zudem befürworten 69 Prozent der Befragten eine Null-Toleranz in Sachen Alkoholkonsum für Motorradfahrer, 66 Prozent für E-Scooter-Nutzer und 57 Prozent auch für Fahrradfahrer. Aus Sicht des TÜV-Verbands sollten Alkohol- und Drogenfahrten schärfer sanktioniert, den Betroffenen aber auch Wege aufgezeigt werden, wie sie ihr Verhalten ändern können – beispielsweise über verkehrspsychologische Kurs-Angebote.

Trotz deutlicher Verbesserungen in den vergangenen Jahren gehört Alkohol am Steuer immer noch zu den größten Risikofaktoren im Straßenverkehr. Jedes Jahr stehen nach Zahlen des Statistischen Bundesamtes bei rund 35.000 Unfällen hierzulande die Fahrer unter Alkoholeinfluss. 2018 wurden bei Alkoholunfällen 244 Menschen getötet und rund 4.600 schwer verletzt.

Strengere Limits zeigen Wirkung

Die Erfahrungen zeigen, dass strengere Alkohollimits Wirkung zeigen. Seit Einführung der 0,5-Promille-Grenze im Jahr 1998 hat sich die Zahl der Alkoholunfälle laut TÜV-Verband halbiert.

Derzeit müssen Autofahrer ab einem Blutalkoholwert von 1,6 Promille ihre Fahreignung im Rahmen einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung überprüfen lassen, wenn sie erstmalig auffällig geworden sind. Der TÜV-Verband fordert eine Senkung dieser Grenze auf 1,1 Promille – ab diesem Wert gelten Verkehrsteilnehmer als absolut fahruntüchtig.

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