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Umfrage: Individualisierung von Autos bietet Potenzial für Zusatzgeschäft

| Autor: Andreas Wehner

Mehr als ein Drittel der deutschen Autokäufer würden ihr Fahrzeug individualisieren lassen und dafür mehr Geld bezahlen. Für Kfz-Betriebe kann es sich also lohnen, Tuningteile anzubieten – nur so nennen sollten sie diese nicht.

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Mit Fahrzeugindividualisierung lässt sich Geld verdienen.
Mit Fahrzeugindividualisierung lässt sich Geld verdienen.
(Bild: BMW)

Mehr als ein Drittel der Autokäufer in Deutschland wollen, dass sich ihr Auto von der Serie abhebt. Wie eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens Puls ergeben hat, planen 35 Prozent, ihr Fahrzeug individualisieren zu lassen.

Nur 11 Prozent tun es letztlich aber tatsächlich. Diese Diskrepanz erklären die Marktforscher mit nicht ausgeschöpften Marktpotenzialen. Es würden also wohl mehr Autokäufer zusätzliches Geld für Individualisierungsmaßnahmen ausgeben, wenn man ihnen denn auch passende Angebote machen würde.

Dabei kann es sich für Kfz-Betriebe lohnen, im Individualisierungsgeschäft Flagge zu zeigen. Denn wer sein Auto individualisieren möchte, ist im Durchschnitt bereit, dafür 14,8 Prozent mehr zu bezahlen. Interessant: Frauen würden mit durchschnittlich 15,7 Prozent sogar einen höheren Aufpreis zahlen als Männer (14,6 %).

Begriff „Tuning“ eher negativ behaftet

Allerdings sollten Kfz-Betriebe nicht unbedingt den Begriff „Tuning“ in den Vordergrund stellen. Denn damit verbinden Kunden laut Puls-Studie eher kritische Assoziationen wie „angeben“ oder „Selbstdarstellung“. Individualisierung steht dagegen deutlich positiver für „Einzigartig, Ausdruck seiner Persönlichkeit“ und „Mein Auto wie kein anderes“.

Dabei kommen offenbar auch ungewöhnliche Individualisierungsmöglichkeiten an. So spricht fast jeden Zweiten das aktuelle Angebot von Porsche an, Fingerabdrücke oder Namensinitialen in den Lack mehr oder weniger auffällig einzuarbeiten.

„Diese Ergebnisse zeigen, dass es über Individualisierung und Personalisierung gelingen kann, Autos mit einem neuen Status aufzuladen und deren Begehrlichkeit deutlich zu steigern“, kommentiert Puls-Geschäftsführer Konrad Weßner die Ergebnisse.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«