Teileriese LKQ Umsatzeinbußen im Corona-Jahr 2020

Autor: Jakob Schreiner

Trotz insgesamt rückläufiger Umsätze hat der US-Konzern die prognostizierte Umsatzrendite für sein Europageschäft übertroffen. Das sei durch Kostensenkungen gelungen. Unter anderem dürfte LKQ in Europa rund 2.000 Stellen gestrichen haben.

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(Bild: LKQ)

Auch der US-amerikanische Teileriese LKQ bekommt die Auswirkungen der Corona-Pandemie zu spüren. Das wird aus den Zahlen des Geschäftsjahrs 2020 ersichtlich, die der US-Konzern vergangene Woche veröffentlicht hat. Demnach blieb der Umsatz für das Gesamtjahr mit 11,6 Milliarden US-Dollar merklich hinter dem Vorjahresumsatz von 12,5 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Umsatzverlust von sieben Prozent.

Auch das Europageschäft von LKQ litt unter den Auswirkungen der Pandemie. Der Umsatz für 2020 betrug 5,49 Milliarden US-Dollar, was einem Rückgang von 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 5,83 Milliarden US-Dollar entspricht. Trotz der rückläufigen Umsätze übertrifft die Umsatzrendite der Europatochter, zu der seit 2017 auch Stahlgruber gehört, mit 8,9 Prozent die eigenen Prognosen leicht. Hierfür war hauptsächlich die zweite Jahreshälfte verantwortlich, die man stark abgeschlossen habe.

Außerdem habe man „rasch Kostensenkungsmaßnahmen ergriffen und konnte an praktisch allen Kostenstrukturen ansetzen“. Unter anderem dürfte LKQ rund 2.000 Stellen im Zuge dieser Maßnahmen gestrichen haben. Mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr erwarte man – abhängig vom Impffortschritt – eine Erholung ab dem zweiten Quartal.

LKQ beschäftigt in Europa nach eigenen Angaben jetzt noch 26.000 Mitarbeiter (April 2020: 28.000) in mehr als 20 Ländern. LKQ Europe hat nach eigenen Angaben über 1.000 Niederlassungen und beliefert rund 100.000 freie Werkstätten.

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Fachredakteur Ressort Service & Technik