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Und die Elektronachfrage bewegt sich doch

| Autor: Andreas Grimm

Die Befürchtung, dass Endverbraucher kein Interesse an Elektroautos haben, verfängt nur zum Teil. Einerseits steigen ganz objektiv die Zulassungszahlen. Zum anderen werden immer mehr E-Modelle online konfiguriert.

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Die Elektromobilität kämpft noch mit Problemen, auch hinsichtlich den Lademöglichkeiten, trotzdem steigt das Interesse der Autokäufer merklich.
Die Elektromobilität kämpft noch mit Problemen, auch hinsichtlich den Lademöglichkeiten, trotzdem steigt das Interesse der Autokäufer merklich.
(Bild: Frank Reinhold/Innogy)

Die Skepsis gegenüber Elektroautos ist noch immer groß, allerdings scheint sie mehr und mehr unangebracht. Nicht nur dass die Hersteller kurz- und mittelfristig weitere E-Modelle auf den Markt bringen – und damit in den Handel, auch bei den Endkunden wächst das Interesse messbar.

Objektiv zeigt sich das an den Erstzulassungsdaten des Kraftfahrtbundesamts: Im ersten Halbjahr wurden rund 17.000 reine Elektrofahrzeuge neu zugelassen. Das sind zwar nur 0,9 Prozent aller Erstzulassungen (das entspricht in etwa dem Marktanteil von Suzuki im ersten Halbjahr), aber eben auch fast 70 Prozent mehr als vor einem Jahr.

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Indirekt lässt sich ein wachsendes Interesse zudem an den Konfigurationen im Internet ablesen. Ausgewertet hat dies zuletzt die Neuwagenplattform Meinauto.de. „Wir registrieren seit längerer Zeit, dass Fahrzeuginteressenten offen für den Kauf elektrifizierter Fahrzeuge sind“, fasst Geschäftsführer Alexander Bugge die Entwicklung der letzten Monate zusammen. Im September registrierte die Plattform nun den mit Abstand höchsten Wert für die Konfiguration von Elektro-und Hybridfahrzeugen.

Bereits im Herbst 2017 war der Anteil der E-Auto-Konfigurationen auf der Plattform stark gestiegen, seit Juli 2018 ist das Interesse nun kontinuierlich größer geworden. Im September hatten sich sogar 6,64 Prozent aller Fahrzeugkonfigurationen auf Meinauto.de auf E-Modelle bezogen – bislang ein absoluter Rekordwert.

Das zuletzt stark anziehende Interesse an E-Modellen erklärt der Neuwagenvermittler zum einen mit einer verbesserten Liefersituation für E-Fahrzeuge im Vergleich zum 2. Halbjahr 2017, zum anderen mit dem Wegfall der Eintauschprämien für alte Diesel. Durch diese Subventionen waren elektrifizierte Fahrzeuge als saubere Alternative vorübergehend weniger gefragt gewesen.

Das Ergebnis der Online-Konfigurationen lässt sich allerdings nicht direkt auf den erwartbaren E-Auto-Absatz der nächsten Monate schließen. Einerseits handelt es sich bei den Besuchern der Plattform weit überwiegend um Endkunden, zum anderen mündet nur ein Teil der Konfigurationen in echten Käufen. Wie viele E-Autos über Meinauto.de verkauft wurden, teilte das Portal nicht mit.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«