Universität entwickelt kompostierbares Elektroauto

Autor / Redakteur: sp-x / Jakob Schreiner

Dank der Diesel-Wegwerfprämie der Autobauer könnten in naher Zukunft die Schrottplätze stark ausgelastet sein. Der biologische abbaubare E-Kleinwagen holländischer Forscher ließe sich in großen Teilen leichter entsorgen.

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Studenten der Uni Eindhoven haben ein biologisch abbaubares Auto entwickelt.
Studenten der Uni Eindhoven haben ein biologisch abbaubares Auto entwickelt.
(Bild: TU/Ecomotive)

Kompost statt Schrottplatz: Studenten der Universität Eindhoven haben ein biologisch abbaubares Auto entwickelt. Die Karosserie und das Chassis des kleinen Elektrowagens namens „Lina“ sind aus Flachs und Rüben-Harz, die in Fiberglas-ähnliche Matten gepresst wurden.

Um ihre Fahrzeuge leichter zu machen, setzen viele Hersteller auf Karbon oder Aluminium. Zur Produktion der Materialien ist aber fünf bis sechs Mal mehr Energie als zur Stahlgewinnung nötig. Das von der Universität angewandte Verfahren dagegen ist wesentlich sparsamer.Lediglich das Fahrwerk und der Motor bestehen aus Metall.

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Der Motor wird mit 48 Volt betrieben, die Reichweite des leichtgewichtigen Viersitzers soll 100 Kilometer betragen. Mit einem 7,5-kW-Elektroantrieb erreicht das nur 310 Kilo schwere Gefährt (ohne Batterien) immerhin 80 bis 85 Kilometer pro Stunde. Laut den Angaben der Universität soll Lina mit dem Verbrauch in der Stadt von 51,2 Wh/km fast vier mal so effektiv sein wie ein BMW i3 oder ein Tesla Model S. Die Forscher wollen im Laufe des Jahres weitere Testfahrten starten und das Konzept weiterentwickeln.

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