Elektromobilität „Uns gräbt man das Wasser ab“: VW-Händler sauer über Quoten für ID 3 und ID 4

Volkswagen-Händler bekommen im laufenden Jahr nur noch wenige Einheiten von den VW-Stromern ID 3 und ID 4. Der Hersteller begründet die Quotierung mit der hohen Nachfrage. Im Handel kommt die Maßnahme nicht gut an.

Volkswagen-Händler bekommen im laufenden Jahr nur noch knappe Kontingente von den Modellen ID 3 und ID 4.
Volkswagen-Händler bekommen im laufenden Jahr nur noch knappe Kontingente von den Modellen ID 3 und ID 4.
(Bild: Seyerlein/VCG)

Das Autohaus Warncke gehört zu einer Spezies, die im deutschen Fabrikatsautohandel immer seltener wird: Das Unternehmen aus dem beschaulichen Tarmstedt nordöstlich von Bremen ist ein kleiner Familienbetrieb. Und doch ist der Name Warncke vielen hierzulande ein Begriff. Der VW-Partner hat sich als Vorreiter für den Handel mit Elektroautos einen Namen gemacht. Geschäftsführer Wolf Warncke ist vor allem bei Twitter und Linkedin äußerst aktiv und geht fast schon als Influencer durch.

Ende Januar vermeldeten der Chef und sein Autohaus: 62 Prozent aller VW-Neuwagen, die Warncke 2021 verkauft hat, waren reine Elektroautos. Zum Vergleich: Deutschlandweit brachte es VW auf eine Quote von knapp 15 Prozent. Doch nun stehen Wolf Warncke und sein Team vor einer Herausforderung, für die sie selbst nichts können. Der Hersteller hat seit Ende vergangener Woche den Zugriff für Händler auf den VW ID 3 und den VW ID 4 eingeschränkt. Die kleinsten Partner bekommen im laufenden Jahr beispielsweise nur noch fünf ID 3 und sechs ID 4, sollte die Quote nicht noch einmal angepasst werden.