Honda „Unsere Händler sind bislang gut durch die Krise gekommen“

Autor: Julia Mauritz

Der japanische Hersteller elektrifiziert seine Modellpalette konsequent. Die Folge: Die Honda-Händler müssen 2021 mit drei Modellen auskommen. Holger Obst, Vertriebsleiter bei Honda Deutschland, erklärt, wann und wie es wieder aufwärts gehen soll.

Holger M. Obst, General Manager Automotive bei Honda Deutschland, plant 2021 mit 12.000 Neuzulassungen.
Holger M. Obst, General Manager Automotive bei Honda Deutschland, plant 2021 mit 12.000 Neuzulassungen.
(Bild: Honda)

Redaktion: Die Honda-Neuzulassungen sind 2020 von einem bereits niedrigen Niveau um weitere 25 Prozent zurückgegangen. Wo hat es gehakt?

Holger Obst: Unser ursprünglicher Plan war, unser Volumen mit rund 15.000 Neuzulassungen stabil zu halten. Am Ende haben wir das Corona-Jahr 2020 mit knapp 11.700 Neuzulassungen abgeschlossen. Damit ist unser Absatz tatsächlich etwas stärker zurückgegangen als der Gesamtmarkt. Das liegt vor allem daran, dass unser wichtiges Volumenmodell Jazz nicht durchgängig verfügbar war: Die alte Jazz-Generation war planmäßig zum Jahresende 2019 ausgelaufen. Das Nachfolgemodell konnten wir erst ab Mitte 2020 ausliefern. Das zweite Halbjahr ist dank des Jazz Hybrid und des neuen Honda-E dann deutlich besser gelaufen: Wir haben nahezu unser Vorjahresvolumen erreicht – und das mit einem überdurchschnittlich hohen Privatkundenanteil.

Ein Ende der Corona-Pandemie ist noch in weiter Ferne. Wie gut haben die Händler die Situation bislang betriebswirtschaftlich gemeistert?

Wir hatten schon frühzeitig zu Beginn des ersten Lockdowns mit der Honda-Bank ein umfangreiches Maßnahmenpaket geschnürt, um die Liquidität im Handel zu schonen. Im Servicebereich haben wir auf Wartungspakete gesetzt. Mittlerweile sind diese ein wichtiger Bestandteil unsere Angebotsstruktur. Damit ist es uns gelungen, den Rückgang im ersten Halbjahr nahezu zu kompensieren. Unter dem Strich hatten wir im Netz keine Ausfälle zu beklagen. Unsere Händler sind bislang gut durch die Krise gekommen. Die Händlerrendite wird 2020 voraussichtlich bei 1,3 Prozent liegen.

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