Hahn-Gruppe „Unseren Werkstätten geht die Arbeit nicht aus“

Von Jan Rosenow

Volkswagen will bis 2030 im Verkauf einen E-Auto-Anteil von 70 Prozent erreichen. Was das für das Werkstattgeschäft der Hahn-Gruppe als einem der größten VW-Händler Deutschlands bedeutet, erklärt Rene Rudzinski, Geschäftsführer Aftersales.

Die Zentrale der Hahn-Gruppe in Fellbach.
Die Zentrale der Hahn-Gruppe in Fellbach.
(Bild: Hahn)

Redaktion: Volkswagen setzt sehr stark auf die Elektromobilität und will bis 2030 die Hälfte seiner Modellpalette auf E-Mobilität umgestellt haben. Wie stark wird sich das Ihrer Ansicht nach auf den Aftermarket auswirken?

Rene Rudzinski: Zunächst einmal kann man sagen, dass die Anzahl der Verbrennerfahrzeuge in den nächsten 10 bis 20 Jahren noch sehr hoch bleiben wird. Unseren Werkstätten geht die Arbeit also nicht aus.Es ist aber richtig, dass E-Fahrzeuge weniger wartungsintensiv sind. Parallel zur steigenden Anzahl an E-Fahrzeugen werden auch ganzheitliche Mobilitätsangebote und digitale Prozesse zunehmen. Der Beruf des Kfz-Mechatronikers wird sich ändern, weil andere Schwerpunkte gesetzt werden müssen. Kfz-Elektroniker werden aufgrund des großen Anteils an Elektronik im Fahrzeug immer wichtiger. Zusätzlich entstehen neue Geschäftsfelder, an denen auch der Aftersales-Bereich einen Anteil hat. Hier sind die Autohandelsbetriebe gefordert, einen Transformationsprozess anzustoßen.