
Unternehmensfinanzierung: Finanzen neu justieren
Wer seinen Händlervertrag verliert, muss häufig auch seine Kredite neu regeln, da ihm dann auch meist der Zugang zur Herstellerbank fehlt. Der Unternehmensberater Carl-Dietrich Sander gibt Tipps, wie man mit einer solchen Situation umgehen sollte.
| Autor: Das Gespräch führte Joachim von Maltzan
Carl-Dietrich Sander: Im ersten Schritt sollte der Händler seine aktuellen Finanzierungen und die dafür gegebenen Sicherheiten nüchtern analysieren. Er muss zum Beispiel klären, mit welchen Kapitalgebern (Banken, Leasing, Factoring, Eigenkapital) welche Verträge bestehen und welche Sicherheiten der Unternehmer aus dem Privatvermögen und dem Betriebsvermögen für welche Finanzierungen gegeben hat. Der zweite Schritt ist, abzuschätzen, wie hoch der künftige Finanzierungsbedarf sein wird – und zwar in den nächsten zwei bis drei Jahren. Dieser wird auch davon abhängen, wie die weitere Unternehmensstrategie aussehen soll, wie sich das Unternehmen im Markt positionieren will und welche Konsequenzen sich daraus für den Personalstamm ergeben. Man sollte den geschätzten Finanzierungsbedarf aufteilen nach Investitionen (also Darlehen oder Leasing) und Betriebsmittelbedarf (also Kreditlinien auf dem Geschäftsgirokonto).



























