Unternehmensnachfolge: Je früher, desto besser

Autor / Redakteur: Das Gespräch führte Joachim v. Maltzan / Joachim von Maltzan

Jeder Autohausunternehmer steht irgendwann vor der Frage, wer nach ihm das Autohaus führen soll. Um den Übergang erfolgreich zu gestalten, muss er frühzeitig die notwendigen Weichen stellen.

Dr. Gesa Köberle plädiert dafür, frühzeitig den Nachfolgeprozess einzuleiten.
Dr. Gesa Köberle plädiert dafür, frühzeitig den Nachfolgeprozess einzuleiten.
(Foto: Tomorrows Business GmbH)

Redaktion: Wenn ein Autohausinhaber die Nachfolge für sein Unternehmen regeln will, was sind die ersten wesentlichen Schritte, die er einleiten muss?

Dr. Gesa Köberle: Der Unternehmer sollte die Nachfolgeregelung zu seinem eigenen, ganz wichtigen Projekt machen. Dabei kann er sich zunächst an folgender Frage orientieren: Wer übergibt was wann und wie an wen? Dabei sollte der Inhaber zuerst seine eigene Situation abwägen: Was ist mein Ziel, wie gestalte ich meine Zeit nach der Übergabe, wie ist meine Altersvorsorge geregelt, und wie ist meine Familie abgesichert? Außerdem gilt: Je früher sich ein Autohausinhaber über seine Nachfolge Gedanken macht, desto besser. Mit 65 Jahren damit zu beginnen, endet selten gut. Wer hier frühzeitig agiert, hat noch genug Möglichkeiten, in fachliche und persönliche Kompetenzen des Nachfolgers zu investieren. Da es sich im Rahmen eines Führungswechsels außerdem anbietet, die Wirtschaftlichkeit seines Unternehmens zu verbessern, sollte er den Zeitpunkt nutzen, um seinen Betrieb gegebenenfalls mit externer Unterstützung analysieren zu lassen. Abschließend stellt sich natürlich noch die Frage, auf welche Weise der Betrieb übergeben werden soll: Wird er verschenkt, vererbt, verkauft oder vielleicht verpachtet? Und wie ist das ideale Timing, bzw. innerhalb welchen Zeitraums soll die Übergabe durchgeführt werden?