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Unternehmenssanierung: Präventiv restrukturieren

| Autor / Redakteur: Rechtsanwältin Marion Gutheil, Mönnig, Feser & Partner Rechtsanwälte, Düsseldorf, www.mfp-law.com / Joachim von Maltzan

In Kürze tritt die lange erwartete EU-Richtlinie über Restrukturierung und Insolvenz in Kraft. Diese gibt sanierungsfähigen Unternehmen eine zweite Chance und ermöglicht ihnen eine vollständige Entschuldung nach maximal drei Jahren.

Frühzeitige Restrukturierungsmaßnahmen können einer Insolvenz vorbeugen.
Frühzeitige Restrukturierungsmaßnahmen können einer Insolvenz vorbeugen.
(Bild: © ViennaFrame - Stock.adobe.com)

Nachdem der Rat der europäischen Union die neue Richtlinie über Restrukturierung und Insolvenz am 6.6.2019 angenommen hat, ist das Gesetzgebungsverfahren abgeschlossen. Nach der zeitnah erwarteten Unterzeichnung und der Veröffentlichung im Amtsblatt haben alle Mitgliedsstaaten zwei Jahre Zeit, um die neuen europäischen Bestimmungen in nationales Recht umzusetzen. Mit dem präventiven Restrukturierungsrahmen gewinnt das deutsche Insolvenzrecht ein Instrument, um Unternehmen noch vor der Insolvenzreife und der Insolvenzantragspflicht sanieren zu können.

Der Erhalt von Unternehmen und der Wandel in der Kultur des Scheiterns sind die Hauptgründe für die neue Richtlinie. Ziel der Europäischen Richtlinie ist es, die Unterschiede zu beseitigen, die zwischen den Mitgliedsländern hinsichtlich des reibungslosen Funktionierens des Binnenmarkts und der Grundfreiheiten wie dem freien Kapitalverkehr und der Niederlassungsfreiheit bestehen.