Cupra Urban Rebel emotionalisiert das Segment der E-Kleinwagen

Autor: Andreas Grimm

435 PS und in nur 3,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h – die Werte sind für einen City-Stromer nicht ganz passend. Trotzdem hat Cupra die Studie Urban Rebel als „radikal-sportliche Interpretation eines Stadtautos“ nun vorgestellt.

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Cupra gibt mit der Studie Urban Rebel einen Ausblick auf sein kommendes E-Auto.
Cupra gibt mit der Studie Urban Rebel einen Ausblick auf sein kommendes E-Auto.
(Bild: Seat)

Im Zuge der Eröffnung der Cupra-City-Garage in München und im Umfeld der IAA hat der spanische Hersteller eine eigenwillige Interpretation eines Elektrokleinwagens vorgestellt. Herausgekommen ist ein kompaktes Rennfahrzeug, das eine Spitzenleistung von bis zu 320 kW /435 PS entfesselt und in nur 3,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen kann. Werte, die für einen kleinen Stadtwagen unpassend erscheinen mögen.

Trotzdem ist die Studie natürlich mit voller Absicht entstanden. „Der Urban Rebel ist eine radikale Interpretation des urbanen Elektrofahrzeugs“, sagte Seat- und Cupra-Chef Wayne Griffiths am Dienstag in München. Für die Marke Cupra, die nicht zuletzt sportliche Leidenschaft vertritt und verkauft, ist die Studie folgerichtig. Sie verkörpert die „radikal-sportliche Interpretation eines Stadtautos, das nicht nur die rationale Seite der Elektromobilität anspricht, sondern auch die emotionale Ebene“, erläuterte Griffiths den Ansatz.

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Sicherlich wird das Serienfahrzeug, das wie seine Konzerngeschwister um das Jahr 2025 herum in den Verkauf kommen wird, anders aussehen. Gleichwohl werde das Serienmodell in den Proportionen nah an der gezeigten Studie bleiben, versprach Cupra-Designchef Jorge Diez bei der Vorstellung. Ganz sicher werden aber der mächtige Heckspoiler der Massentauglichkeit zum Opfer fallen und die weit ausgestellten Radkästen deutlich schmaler ausfallen.

Der Urban Rebel ist als Dreitürer 4,08 Meter lang und fällt damit minimal größer aus als der aktuelle Ibiza. In der Höhe kommt er auf 1,44 Meter, in der Breite auf 1,79 Meter. In der Serie dürfte sich die weit herunter gezogene Motorhaube ebenso wiederfinden wie die durch die Keilform von der C-Säule bis zur Vordertür sportlichen Proportionen. Zudem wird jede Konturlinie und jede geformte Fläche des Designs durch eine spezielle Lackierung zum Leben erweckt.

Baustein in der E-Strategie des VW-Konzerns

Der Urban Rebel ist wie sein ziviler Nachfolger damit ein wesentlicher Baustein in der Elektrifizierungsstrategie von Cupra und dem Volkswagen-Konzern. Die Fahrzeugfamilie soll künftig den Zugang zur Elektromobilität für breite Schichten erschwinglich machen. Gut 500.000 elektrische Stadtautos pro Jahr will Seat für die verschiedenen Konzernmarken künftig an seinem Stammsitz Martorell fertigen.

Dazu gehörten dann etwa die Skoda-Variante namens Elroq, die Gerüchten zufolge bereits 2024 auf den Markt kommen soll. Ein Jahr später sind dann der VW ID 1, Seat Acandra und eben der als besonders sportlicher Ableger positionierte Cupra dran. Für 2027 ist der etwas größere VW ID 2 geplant. Der Einstiegspreis in die neue E-Auto-Familie dürfte bei rund 19.000 Euro liegen.

Für Cupra bestätigte Griffiths das Ziel, die Marke zu einem rein elektrischen Fabrikat zu entwickeln. „Unser Ehrgeiz ist es, bis zum Jahr 2030 eine vollelektrische Marke zu werden.“ Dazu startet derzeit der Verkauf des Born, dem ersten Elektro-Cupra. 2024 folgt das zweite E-Modell Tavascan. Seat wird sich zunächst auf Hybridfahrzeuge, hocheffiziente Verbrennungsmotoren und Spezialangebote wie die Gasfahrzeuge konzentrieren.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Fachredakteur Management & Handel, Redaktion »kfz-betrieb«