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US-Bundesstaaten stecken VW-Milliarden in Ladesäulen

| Autor: Christoph Seyerlein

Das hat durchaus etwas Ironisches an sich: Zahlreiche US-Bundesstaaten nutzen die Strafgelder von VW aus der Diesel-Affäre, um die Elektromobilität vor Ort zu fördern.

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Mit dem Geld aus den VW-Strafzahlungen fördern viele US-Bundesstaaten die Elektromobilität.
Mit dem Geld aus den VW-Strafzahlungen fördern viele US-Bundesstaaten die Elektromobilität.
(Bild: Daimler)

In den USA werden Teile der Milliarden-Strafe, die VW wegen der Diesel-Affäre zahlen musste, ausgerechnet zum Aufbau einer Infrastruktur für die Elektromobilität genutzt. Wie die „Welt am Sonntag“ berichtete, fließen rund 2,9 Milliarden der insgesamt 25 Milliarden VW-Dollar in einen Umweltfonds. Nahezu alle Bundesstaaten sollen daraus bereits Mittel beantragt haben.

Laut dem „Nationalen Bericht zur Regulierung der Umweltschäden durch VW“ erhalten die Staaten zwischen acht und 423 Millionen Dollar. 22 Bundesstaaten haben bereits fertige Pläne vorgelegt, in 20 weiteren wird an Entwürfen gearbeitet. Eines eint dabei jeden Vorschlag: Allesamt wollen sie alte Diesel aus öffentlichen Flotten gegen neue Modelle austauschen und ein Netz an Ladesäulen für Elektroautos aufziehen.

Am meisten Geld bekommt Kalifornien mit 422,6 Millionen Dollar. Der Staat im Südwesten will unter anderem Fahrzeuge auf Industrie- und Güterumschlagsplätzen der Bahn umweltfreundlich nachrüsten. Georgia plant, für Atlanta elektrische Shuttlebusse am Flughafen Hartsfield-Jackson einzuführen. Weitere Pläne: Elektrische Schulbusse in Vermont oder schadstofffreie Müllwagen in Washington.

Noch nicht ganz so weit ist man beispielsweise in Texas, Florida und New York. In jenen Staaten wird regelrecht darüber gestritten, wie man die VW-Strafgelder sinnvoll einsetzen könnte.

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