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US-Flugzeugbauer ermöglicht Spyker-Neustart

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andree Stachowski

Auf die großen Saab-Pläne folgte die Pleite, jetzt wird Spyker neues Leben eingehaucht. Zumindest Unternehmenschef Victor Muller sieht den Kleinserienhersteller vor einer glänzenden Zukunft.

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(Foto: Spyker)

Der in die Pleite gegangene niederländische Kleinserienhersteller Spyker Cars steht vor einem Neustart. Acht Monate nach der Zahlungsunfähigkeit am 2. Dezember 2014 meldete sich die Manufaktur aus Zeewolde mit der Mitteilung zurück, man werde sich mit der amerikanischen Firma Volta Volare zusammenschließen. Künftig werde das fusionierte Unternehmen „elegante und edle (elektrisch angetriebene) Autos sowie Elektroflugzeuge bauen“, heißt es in einer Mitteilung vom 30. Juli.

Sein Unternehmen und die Mitarbeiter hätten seit dem Zahlungsmoratorium im Dezember – der niederländische Form von Gläubigerschutz beziehungsweise Insolvenzverfahren – über die Bankrotterklärung und Gerichtsprozesse schwere Zeiten durchlebt, wird Spyker-Gründer Victor Muller in der Mitteilung zitiert. Nun wage Spyker als „gesundes und schuldenfreies“ Unternehmen den Neustart. Der erste Schritt in die Zukunft sei die Fusion mit dem in Portland im US-Bundesstaat Oregon ansässigen Produzenten elektrisch betriebener Flugzeuge.

Volta Volare ist auf die Fertigung von Carbon-Leichtflugzeugen spezialisiert, die elektrisch betrieben werden. Das Modell GT4, das derzeit erprobt wird, soll eine Reichweite von 500 Kilometern haben, mit einem Range-Extender sogar von 1.600 Kilometern.

Spyker war im Jahr 2010 in die Schlagzeilen geraten, als Firmenchef Muller den strauchelnden schwedischen Hersteller Saab von General Motors übernahm, die Pleite des Großserienherstellers aber letztlich nicht verhindern konnte. Saab musste in der Folge an chinesische Investoren verkauft werden.

Die großen Ambitionen von damals sind noch nicht erloschen. Die Manufaktur, die bisher nach eigenen Angaben gerade einmal 250 Fahrzeuge gebaut hat, sei mit aller Macht zurück und blicke in eine glänzende Zukunft, heißt es in der Mitteilung weiter. Durch die bisherigen Verkäufe habe die Marke einen „großen Kundenstamm“. Zuletzt hatte Spyker am Prototypen B6 Venator gearbeitet, ein Roadster mit 380 PS.

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 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«