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UX 300e gibt es nur im Online-Leasing direkt beim Hersteller

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Auf der Testfahrt machte der Stromer mit dem dominaten Kühlergrill durchweg eine gute Figur: Stellt man den Schalthebel, der auf der Shift-by-Wire-Technik basiert, auf D, beschleunigt er ruckelfrei und angenehm natürlich in 7,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Im Vergleich zum Tesla Model 3 sind das zwar gut 2 Sekunden mehr, doch das reicht völlig aus. Schluss ist bei 160 km/h, die man aber üblicherweise bei der Fahrt mit einem BEV der Reichweite wegen ohnehin nur selten erreicht.

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Wie bei Elektrofahrzeugen üblich, verfügt auch der UX 300e über ein System, um die Bremsenergie zurückzugewinnen: Der Grad der Verzögerung lässt sich dabei recht bequem über Schaltwippen am Lenkrad einstellen. Insgesamt gibt es vier Stufen, zwischen denen der Fahrer wählen kann.

Was das Aufladen betrifft, ist der UX 300e kein Musterschüler: Lexus hat sich beim DC-Laden für das in Japan gängige Chademo- statt für das CCS-Schnellladesystem entschieden. Der Nachteil: An europäischen Ladestationen wird Chademo nicht so oft unterstützt wie das CCS-System.

Vergleichsweise lange Ladezeiten

Darüber hinaus ist die Ladezeit mit einer maximalen DC-Ladeleistung von 50 kW länger: Der UX 300e braucht an der Schnellladesäule knapp 50 Minuten, bis er von null auf 80 Prozent aufgeladen ist. An der Wallbox dauert das Vollladen mit Wechselstrom (max. 6,6 kW) rund acht Stunden, an der Haushaltssteckdose sind 24 Stunden nötig. Mitgeliefert werden Kabel für die Haushaltssteckdose mit Schukostecker sowie ein Typ-2-Stecker.

Großen Wert legte Lexus bei der Entwicklung seines ersten Stromers auf die Fahrdynamik: Das zeigte sich bei der kurzen Testfahrt speziell auf kurvigen Landstraßen. Fahrkomfort und Agilität sind im UX 300e perfekt ausbalanciert. Positiv wirkt sich neben der direkten Lenkung der niedrige Schwerpunkt aus: Im Vergleich zum UX 250h sind es unter dem Strich immerhin sieben Zentimeter. Durch die geringe Geräuschkulisse im Innenraum und den Mangel an Vibrationen ist eine Fahrt im vollelektrischen Crossover extrem entspannend. Wer dennoch einen allerdings ziemlich künstlich klingenden Motorensound im Innenraum wünscht, kann eine Extra-Taste aktivieren.

Ziemlich viele Schalter

Überzeugen kann der UX 300e im Großen und Ganzen mit seinem Innenraumkonzept: Für ein kompaktes Crossover-Modell bietet er den Insassen genügend Platz, wenngleich Passagiere mit einer Körpergröße über 1,80 Meter auf längeren Fahrten im Fond wenig Freude haben dürften. Positiv hervorzuheben ist das Kofferraumvolumen: Mit 367 Litern stehen im Vergleich zum Hybridmodell ganze 50 Liter mehr zur Verfügung. Während bei einigen Stromern Hartplastik in Hülle und Fülle verbaut wurde, kommt der Premiumcharakter im UX klar zum Tragen.

Schön wäre es allerdings gewesen, wenn sich die Designer bei den Bedienelementen ein wenig diszipliniert hätten: Das wuchtig wirkende Cockpit wird durch die zahlreichen Schalter ziemlich überfrachtet. Auch die Lexus-typische Touchpad-Bedienung des Multimediasystems ist leider bei fehlender Bedienpraxis etwas hakelig.

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Über den Autor

 Julia Mauritz

Julia Mauritz

Stv. Ressortleiterin