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VCD hält neueste Diesel für sauber

| Autor: Jakob Schreiner

Aktuelle Diesel mit der Euro-6d-Temp-Norm sind wieder auf der Umweltliste des ökologischen Vekehrsclub. Die Modelle seien„nicht nur im Labor, sondern auch auf der Straße sauber“, lautet die Begründung.

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Die eigene VCD-Forderung nach einer blauen Plakette für Euro 6 Diesel wird mit der jetzt ausgesprochenen Warnung vor Euro-6c-Dieseln ad absurdum geführt.
Die eigene VCD-Forderung nach einer blauen Plakette für Euro 6 Diesel wird mit der jetzt ausgesprochenen Warnung vor Euro-6c-Dieseln ad absurdum geführt.
(Bild: VCD)

An der Sauberkeit modernster Diesel gibt es aus Sicht des ökologisch orientierten Verkehrsclubs Deutschland (VCD) keinen Zweifel. Diesel-Autos der Schadstoffklasse Euro-6d-Temp seien durch ihren SCR-Katalysator nicht nur im Labor, sondern auch auf der Straße sauber, erklärte der Verein am Donnerstag bei der Vorstellung seiner jährlichen Auto-Umweltliste. Auch wenn sie keine direkte Empfehlung erhalten haben, finden sich damit nach einjähriger Abstinenz wieder Dieselfahrzeuge in der Auflistung.

Empfehlungen sprach der VCD für kleine Benziner, Benzin-Hybride, Erdgasfahrzeuge und Elektroautos aus. Aus ökologischer Sicht sei jedoch von großen E-Autos – egal ob reinelektrisch oder als Plug-in-Hybrid – abzuraten. Sie benötigten zu große Batterien oder hätten als Hybrid nur auf dem Papier niedrige Verbrauchswerte. Bei Fahrzeugen mit Benzin-Direkteinspritzer rät der VCD auf Modelle mit Partikelfilter zurückzugreifen. Entsprechende Modelle finden sich in der Umweltliste wieder.

Während der Verein Euro-6d-Temp-Diesel für sauber hält, zweifelt er an der Sauberkeit von Fahrzeugen mit der Euro-6c-Norm. Sie stießen oft ein Vielfaches des erlauben Stickoxidwertes aus und seien möglicherweise in der Zukunft von Fahrverboten betroffen.

Welches Fahrzeug es auf die Liste schafft, hängt aber prinzipiell vom CO2-Ausstoß ab. Insgesamt sind 61 Autos gelistet, deren CO2-Emissionen den Wert von 135 Gramm CO2 pro Kilometer nicht überschreiteten. Das entspricht einem Verbrauch von 5,1 Litern Diesel oder 5,7 Litern Benzin. Zudem darf der Fahrlärm nicht lauter als 73 Dezibel sein. Da reine Elektroautos kein CO2 emittieren, durfte die Lieferzeit nicht länger als sieben Monate betragen, um auf die Liste zu kommen. Eine vollständige Auflistung finden Sie auf dem Online-Auftritt des VCD.

Neben 21 Benzinern und 22 Dieselmodellen haben es acht Benzin-Hybride, sieben reine Stromer, zwei Plug-in-Hybride sowie der VW Eco-Up als einziges Erdgasfahrzeug in die Auflistung geschafft. Dass der kleine Wolfsburger das einzige CNG-Fahrzeug ist, liegt daran, dass die Hersteller für andere Modelle bis zum Redaktionsschluss keine WLTP-Verbrauchsangaben liefern konnten.

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 Jakob Schreiner

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Redakteur Ressort Service & Technik