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VDA-Chef rechnet mit 70.000 Jobs weniger wegen E-Autos

Autor / Redakteur: dpa / Viktoria Hahn

Der scheidende Präsident des VDA, Bernhard Mattes, geht davon aus, dass die E-Mobilität die deutsche Autobranche mehrere Zehntausend Arbeitsplätze kosten wird. Bisher fehlende Qualifikationen der Mitarbeiter bezüglich der E-Antriebe könnten ein Grund dafür sein.

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(Bild: Dietmar Gust)

Der Autolobbyist Bernhard Mattes rechnet damit, dass die Umstellung auf Elektroantriebe die Autobranche in Deutschland Zehntausende Jobs kostet. „Wir gehen davon aus, dass etwa 70.000 Stellen wegfallen“, sagte der scheidende Präsident des Verbands der Automobilhersteller (VDA) dem Kölner Stadt-Anzeiger. Im September hatte Mattes seinen Rückzug zum Jahresende 2019 angekündigt.

Bereits jetzt müssten die Mitarbeiter der Branche für den Bau der neuen E-Autos qualifiziert werden, „nicht erst, wenn die E-Mobilität einen hohen Anteil erreicht“, so Mattes.

Erst kürzlich war bekannt geworden, dass der US-Elektroauto-Hersteller Tesla nahe Berlin eine Großfabrik bauen will. Bis zu vier Milliarden Euro wolle der Konzern investieren. In verschiedenen Schritten sollen dort mehrere Tausend Arbeitsplätze entstehen.

Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer hatte die Job-Euphorie aber bereits früh gedämpft: Die Zahl der Stellen in der künftigen Fabrik solle man nicht überschätzen. „Zellfabrikation ist hochautomatisiert. Da zählen Energiekosten deutlich mehr als Arbeitskosten“, hatte der Autofachmann Mitte November nach Bekanntwerden des Standorts verkündet.

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