E-Mobilität VDA fordert mehr Förderprogramme

Autor: Doris Pfaff

Mit einem 15-Punkte-Plan fordert der VDA, die Elektromobilität in Deutschland und Europa stärker zu fördern. Die finanziellen Mittel für den Umweltbonus müssen über das Jahr 2022 gesichert sein und das Ladenetz schneller ausgebaut werden.

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Die Lademöglichkeiten für E-Fahrzeuge müssen deutlich schneller ausgeweitet werden, fordert der Verband der Automobilindustrie (VDA).
Die Lademöglichkeiten für E-Fahrzeuge müssen deutlich schneller ausgeweitet werden, fordert der Verband der Automobilindustrie (VDA).
(Bild: Pfaff/»kfz-betrieb«)

Die Autohersteller bauen Elektroautos; für die entsprechende Ladeinfrastruktur seien jedoch Kommunen, der Bund und die EU zuständig, sagt der Verband der Automobilindustrie (VDA). Doch bei der Verbesserung der Rahmenbedingungen sieht der oberste Interessenvertreter der Autobauer noch Nachholbedarf.

In einem 15-Punkte-Plan verlangt der Verband ein schnelleres Tempo beim Hochfahren der E-Mobilität und ein stärkeres Engagement der Bundesregierung. Das müsse sich vor allem beim Aufbau von Ladepunkten zeigen: Pro Woche müssten 2.000 neue Ladepunkte installiert werden, derzeit seien es gerade mal 300 pro Woche.

Insbesondere fordert der VDA, die finanziellen Mittel für den Umweltbonus, der Ende 2025 ausläuft, ausreichend zu sichern, damit sich der Bestand an CO2-armen Fahrzeugen weiter erhöht und so die Klimaziele erreicht werden können. Mit weiteren Förderprogrammen sollen Arbeitgeber, Wohneigentümer und Vermieter sowie der Einzelhandel motiviert werden, Ladesäulen zu installieren. Käufer von E-Autos sollten außerdem eine Europa-Garantie erhalten, also sicher sein können, überall ihr Fahrzeug aufladen zu können.

Second-Life-Markt für Batterien schaffen

Ein weiterer Punkt betrifft das Stromtanken, das durch smartes Bezahlen an der Ladesäule und durch Schnelllademöglichkeiten attraktiver werden soll. Um die Elektromobilität insgesamt nachhaltiger zu machen, müsse man sich zudem des Themas Wiederverwendung von Antriebsbatterien (Second Life) annehmen und entsprechende Strukturen und Märkte europaweit schaffen. Dazu müsse die Politik ein entsprechendes Programm aufstellen, damit Altbatterien zurückgenommen und recycelt werden.

Um auch den Schwerlastverkehr auf die E-Mobilität umzustellen, müssten Bund und Länder auch für den Nutzfahrzeugmarkt Förderprogramme auflegen und einen Ausbauplan für die Ladeinfrastruktur entwickeln.

Eine staatliche Förderung verlangt der VDA unter anderem auch für Betriebe, die ihre Mitarbeiter qualifizieren und auf die E-Mobilität vorbereiten.

„Der Plan zeigt den Weg, wie die Elektromobilität in Deutschland und Europa weiter ausgebaut werden kann. Die Automobilindustrie bringt die neuen Fahrzeuge und Technologien auf den Markt; nun müssen die Kommunen, der Bund und Brüssel die richtigen Rahmenbedingungen für den Erfolg schaffen“, sagt VDA-Präsidentin Hildegard Müller.

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 Doris Pfaff

Doris Pfaff

Redakteurin bei »kfz-betrieb«, Ressort Verbände & Politik