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VDA: Oldiewerte steigen (leicht)

Autor: Steffen Dominsky

Nach wie vor sind zahlreiche hierzulande populäre Oldtimer eine sichere Bank. Dennoch ging es in letzter Zeit auch für manche beliebte Klassiker wertemäßig nach unten. Zu diesem Ergebnis kommt der Deutsche Oldtimerindex.

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König in Sachen Wertzuwachs in den letzten zehn Jahre ist der gute alte Bulli.
König in Sachen Wertzuwachs in den letzten zehn Jahre ist der gute alte Bulli.
(Bild: VW T2 Camper (1972) / VW T2 Camper (1972) / Andrew Bone / CC BY 2.0 / CC BY 2.0)

Die Oldtimerpreise in Deutschland sind im Jahr 2019 leicht gestiegen. Das ist das Ergebnis des aktuellen Deutschen Oldtimerindex (DOX), den der Verband der Automobilindustrie (VDA) jährlich veröffentlicht. Er erreichte einen Punktestand von 2.645. Das entspricht einem Zuwachs von 1,4 Prozent gegenüber 2018 und lag damit im Bereich der Inflationsrate.

Trotz der verlangsamten Preisentwicklung auf dem Gesamtmarkt legten einzelne Modelle in den vergangenen Jahren stärker zu, so die Indexmacher. In der Betrachtung der Jahre 2016 bis 2019 liegen vier BMW-Modelle in den Top Ten, drei davon auf den Spitzenplätzen. Die Dreier-Baureihe E21 (13.700 Euro) hat in dem Zeitraum mit 61 Prozent, der CS (67.500 Euro) mit 57 Prozent und die Baureihe 02 (25.000 Euro) mit 48 Prozent einen deutlichen Zuwachs erreicht. Da jedoch die absoluten Werte noch gering sind, können diese Wertsteigerungen die echten Kosten der meist aufwendigen Restauration nicht vollständig abdecken.

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Neun von zehn Modellen mit dem größten Wertzuwachs in der Zeit 2016 bis 2019 sind aus deutscher Produktion. Lediglich der Alfa Romeo GT/GTV/Junior schafft mit Platz 9 den Einzug (+25 %). Platz 10 nimmt der AWZ Trabant (+24 %) ein, bei einem Wert von 3.600 Euro.

Die Betrachtung seit 2016 zeigt aber auch Fahrzeuge mit gegenläufiger Entwicklung auf: Während der Mercedes-Benz Roadster R107 (SL) mit 19 Prozent Zuwachs glänzt, fällt die Mercedes-Benz Pagode um 10 Prozent, allerdings auf ein durchschnittlich mehr als doppelt so hohes Wertniveau (86.000 Euro) wie ihr Nachfolger R107. Der Ferrari 328 (1985–1989) verliert um 26 Prozent, liegt mit den ermittelten durchschnittlich 74.000 Euro jedoch immer noch über dem damaligen Neupreis von umgerechnet rund 56.000 Euro.

Differenzierte Betrachtung entscheidend

Es zeigt sich: Entscheidend sind eine differenzierte Betrachtung und Bewertung des Zustands durch einen Experten. Nach Angaben von Classic-Analytics stellt sich die aktuelle Marktsituation nach Lockerung der Kontaktbeschränkungen und nach Wiederaufnahme des Fahrzeughandels ähnlich ruhig dar wie zu Beginn des Jahres 2020. Drastische Preiseinbrüche oder gar Panikverkäufe seien nicht zu beobachten. Gleichzeitig weisen die Marktanalysten aber auch darauf hin, dass in der gegenwärtigen Situation lediglich Momentaufnahmen möglich sind.

Der DOX wird seit 1999 berechnet. Ausgehend von einem Basiswert von 1.000 Punkten hat der Index seither eine Wertsteigerung von 164 Prozent erzielt.

Der Index dient dazu, eine Trendaussage über die Wertentwicklung von Oldtimern in Deutschland zu geben. Die Fahrzeugwerte ermittelt der Bewertungsspezialist Classic-Analytics. Dafür werden 88 repräsentative Fahrzeuge ausgewählt und abhängig von ihren Zulassungszahlen gewichtet. Fahrzeuge, die aufgrund ihrer Seltenheit oder ihrer Geschichte besonders teuer gehandelt werden, sind nicht berücksichtigt.

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Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, "Fahrzeug + Karosserie", stellv. Ressortleiter Service & Technik »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group