VDA: „Verbrennungsmotoren können zweiten Frühling erleben“

Autor Wolfgang Michel

Matthias Wissmann hat anlässlich der Präsentation des DAT-Reports 2017 bekräftigt, dass moderne Diesel und Benziner weiterhin gebraucht werden. Von der Politik forderte der VDA-Präsident, Schnellschüsse zu vermeiden.

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VDA-Präsident Wissmann: „Moderne Diesel und Benziner werden weiterhin gebraucht.“
VDA-Präsident Wissmann: „Moderne Diesel und Benziner werden weiterhin gebraucht.“
(Bild: Michel / »kfz-betrieb«)

Die Zuverlässigkeit des Fahrzeugs und attraktives Design stehen beim Autokauf an vorderster Stelle. Zudem sind die Menschen bereit, für ihr neues Auto mehr Geld als im Vorjahr auszugeben. Auf diese Kernergebnisse des DAT-Reports 2017 wies VDA-Präsident Matthias Wissmann anlässlich der Präsentation der Studie am Mittwoch in Berlin hin.

Wissmann, der auch Präsident des Weltautomobilverbandes OICA ist und gerade von der Automesse in Detroit zurückkam, sagte ferner: „Der internationale Wettbewerb nimmt an Schärfe zu. Keine Frage, wir leben in disruptiven Zeiten.“ Vor diesem Hintergrund warnte er vor Handelsbeschränkungen. Das Beispiel Brasilien habe gezeigt, dass solche Hürden vielleicht kurzfristigen Erfolg bringen würden, langfristig jedoch erfolglos blieben.

Der VDA-Präsident ist fest davon überzeugt, dass die Elektromobilität kommt. Die deutsche Automobilindustrie werde bis zum Jahr 2020 ihr Modellangebot in diesem Segment mehr als verdreifachen. Derzeit bieten die deutschen Hersteller rund 30 E-Autos an, künftig sollen es knapp 100 sein. In alternative Antriebe investiere die Industrie bis 2020 über 40 Milliarden Euro.

Um diese Investitionen leisten zu können, müssen weiterhin auch Autos mit Verbrennungsmotoren verkauft werden können. „Moderne Diesel und Benziner werden auch weiterhin gebraucht“, sagte Wissmann. Vor allem mit neuartigen Kraftstoffen könnten Verbrennungsmotoren einen zweiten Frühling erleben. Vor diesem Hintergrund warnte der VDA-Präsident davor, einzelne Antriebsarten wie zum Beispiel den Dieselmotor pauschal zu diskriminieren.

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