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VDIK erwartet Pkw-Absatz 2019 erneut auf hohem Niveau

| Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Andreas Grimm

Die wachsenden Herausforderungen im Automobilhandel hindern den Importeursverband VDIK nicht an einer zuversichtlichen Prognose: Der Pkw-Absatz hält 2019 weiter das derzeitige Niveau und landet bei gut 3,4 Millionen Einheiten.

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VDIK-Präsident Reinhard Zirpel erwartet sich für 2019 ähnlich gute Neuwagenverkäufe wie im laufenden Jahr.
VDIK-Präsident Reinhard Zirpel erwartet sich für 2019 ähnlich gute Neuwagenverkäufe wie im laufenden Jahr.
(Bild: DAT)

Nach einem guten Jahr rechnet der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) 2019 mit der Fortsetzung der robusten Autokonjunktur. „Nach unserer Einschätzung wird sich das Zulassungsvolumen 2019 bei stabilen äußeren Rahmenbedingungen in ähnlicher Größenordnung wie 2018 bewegen“, sagte VDIK-Präsident Reinhard Zirpel auf der Jahrespressekonferenz des Verbandes in Frankfurt.

Im laufenden Jahr wird der Neuwagenabsatz nach Einschätzung des Verbandes mit 3,42 Millionen Pkw-Neuzulassungen in etwa das Vorjahresniveau halten. Das Jahr 2017 hatte mit 3,44 Millionen Erstzulassungen abgeschlossen.

Anlass für die Zuversicht geben die Auftragseingänge: „Die Kundenbestellungen liegen über dem Vorjahreswert“, ergänzte Zirpel. Zudem seien die wirtschaftlichen Prognosen für Deutschland nach wie vor positiv, auch wenn sie inzwischen etwas zurückhaltender ausfallen als noch vor einigen Monaten.

Die internationalen Hersteller konnten den deutschen Wettbewerbern weitere Marktanteile streitig machen. Sie legten um 0,5 Prozentpunkte auf nunmehr 38,7 Prozent zu. Dazu beigetragen hat, dass der Privatmarkt, den die Importeursfabrikate stärker bedienen, um zwei Prozent auf 1,25 Millionen Einheiten gewachsen ist. Dagegen gab der Flottenmarkt um etwa drei Prozent nach und liegt nunmehr bei 820.000 Fahrzeugen. Allerdings konnten die VDIK-Mitglieder auch ihr Flottengeschäft leicht steigern und rechnen mit einem Marktanteil von 30 Prozent (Vorjahr: 29,1 Prozent).

Die anhaltende Diskussion um den Diesel und um die Fahrverbote in Städten dürfte den ausländischen Fabrikaten zudem weniger geschadet haben als ihren deutschen Wettbewerbern. Die Dieselquote liegt bei den Importeuren bei rund 23 Prozent. Tendenz weiter fallend.

Allerdings geht Zirpel davon aus, dass sich die Selbstzünder-Verkäufe 2019 wieder stabilisieren. „Der Rückgang der Diesel-Verkäufe wird nach unserer Einschätzung in den nächsten Monaten deutlich abflachen.“ Im Oktober seien 86 Prozent aller Diesel bereits WLTP-zertifiziert gewesen, 60 Prozent entsprachen der Euro-6d-Temp-Norm.

Seine Meinung zu der Diskussion um die Reduzierung der Emissionen hat der Verband bekräftigt: Der Nachrüstung von älterer Diesel erteilte Zirpel ein weiteres Mal eine Absage. Dabei verwies er auf technische und wirtschaftliche Gründe. Zudem lehnte er eine Beteiligung am Umweltfonds ab. Der Aufbau der notwendigen Infrastruktur sei Aufgabe des Staates.

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