VDIK: Neuwagenkäufe ziehen 2018 weiter an

Importeure sehen Potenziale auf Privat- und Flottenmarkt

| Autor: Christoph Baeuchle

Der Neuwagenabsatz boomt – bei den Importeuren noch mehr als bei den heimischen Herstellern.
Der Neuwagenabsatz boomt – bei den Importeuren noch mehr als bei den heimischen Herstellern. (Bild: VW)

Nach einem starken Jahr 2017 rechnet der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) mit weiteren Zuwächsen im nächsten Jahr. „Wir sehen gute Chancen, dass sich in 2018 das sehr gute Ergebnis des laufenden Jahres noch verbessern wird“, sagte VDIK-Präsident Reinhard Zirpel auf einer Pressekonferenz in Frankfurt.

Für 2017 erwartet der Verband rund 3,43 Millionen Pkw-Neuzulassungen. Das entspricht einem Plus von 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dabei schnitten die VDIK-Marken mit einem Neuzulassungsplus von 7 Prozent deutlich besser ab als der Gesamtmarkt.

Seine positive Prognose begründet der Verband vor allem mit der wirtschaftlichen Entwicklung und geringen Arbeitslosenzahlen. Die gute Konjunktur schlägt sich nach Einschätzung des VDIK vor allem in zwei Absatzkanälen nieder: „Wir gehen davon aus, dass sich auch im kommenden Jahr sowohl der Privatmarkt als auch der Flottenmarkt weiter positiv entwickeln werden“, sagte Zirpel.

Diese Kanäle haben sich auch im nahezu abgelaufenen Jahr bereits gut entwickelt. Die privaten Neuzulassungen legen um über 3 Prozent auf rund 1,22 Millionen Einheiten zu, der Flottenmarkt wächst nach einem Rekordvolumen im Jahr 2016 um weitere zwei Prozent auf etwa 840.000 Fahrzeuge.

Noch besser als der Gesamtmarkt haben die Importeure abgeschnitten. Mit 1,3 Millionen Pkw stammt mehr als jedes dritte Fahrzeug (38 Prozent) von einem ausländischen Hersteller. Von dieser Entwicklung profitierten die VDIK-Marken überproportional: Im Privatmarkt legten sie bislang um 10 Prozent zu, ihr Marktanteil stieg in diesem Segment von 43,6 auf 46 Prozent. Im Flottenmarkt verkauften sie sogar 14 Prozent mehr und erhöhten ihren Marktanteil von 25,7 auf 29 Prozent.

Stark sind die Importeure vor allem bei den alternativen Antrieben: Die Pkw-Neuzulassungen mit reinem Elektroantrieb verbesserten ihr Vorjahresergebnis mit rund 24.000 Einheiten um 110 Prozent. Die Plug-in-Hybride übertreffen das Vorjahr um 118 Prozent und erreichten rund 30.000 Zulassungen.

Der am weitesten verbreitete Antrieb aber bleibt der Benziner. 1,9 Millionen Fahrzeuge werden davon im laufenden Jahr laut einer VDIK-Hochrechnung zugelassen, eine Steigerung um voraussichtlich 12 Prozent. Die Zulassungen von Pkw mit Dieselmotor sinken dagegen um 12 Prozent und liegen am Jahresende bei gut 1,35 Millionen Zulassungen. Der Anteil der Diesel-Pkw am Gesamtabsatz geht von 46 auf 40 Prozent zurück.

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