Krisenkommunikation Verantwortliche müssen Halt geben im Sturm

Autor / Redakteur: Holger Zander / Julia Mauritz

Corona hat gezeigt: Eine gelungene innerbetriebliche Kommunikation ist mindestens so wichtig wie ein gutes Controlling. Die Verantwortlichen in den Autohäusern Enders und Staiger schildern, wie sie ihr Team in der Krise erfolgreich mitgenommen haben.

Die Coronakrise hat die Art der Kommunikation geändert, aber nicht die Grundsätze.
Die Coronakrise hat die Art der Kommunikation geändert, aber nicht die Grundsätze.
(Bild: © memyjo - stock.adobe.com)

Der Schweizer Schriftsteller Max Frisch sagte einst: „Die Krise ist ein produktiver Zustand. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen.“ Das ist jedoch leichter gesagt als getan. Wenn aufgrund von Pandemie und Lockdown die Verkaufsräume leer und die Bestände hoch sind, blicken die Mitarbeiter in den Autohäusern gespannt in die Gesichter und auf die Reaktionen ihrer Führungskräfte. Sie stehen in Krisen besonders im Rampenlicht: Sie sind Hoffnungsträger und Buhmann in Personalunion. Sie müssen wertschätzend tiefgreifende Veränderungen wie Kurzarbeit oder Homeoffice vermitteln und dafür Verständnis in der Belegschaft einfordern. Viele Führungskräfte scheitern jedoch daran, die richtigen Worte und Sätze zum richtigen Zeitpunkt zu finden.

Kommunikation ist so ziemlich die schwierigste Kompetenz, die Führungskräfte erlernen müssen. In der Schule und in der Ausbildung wurde nicht gelehrt, richtig miteinander zu reden oder zuzuhören. Die Grundsätze sind bekannt: Schnell sein, konsistent, offen ohne Widersprüche mit einer Stimme sprechen! Doch wie sieht es in der Praxis aus, wenn Mitarbeiter die Doppelbelastung Homeschooling und Job zu stemmen haben?