Neue Spitze bei der Innung Pforzheim

Timo Gerstel folgt Jürgen Kellenberger als Obermeister nach

| Autor: Christoph Baeuchle

Neuer Obermeister in Pforzheim: Timo Gerstel.
Neuer Obermeister in Pforzheim: Timo Gerstel. (Foto: Kfz-Innung)

Bei der Kfz-Innung Pforzheim ist eine Ära zu Ende gegangen: Nach 20 Jahren als Obermeister hat Jürgen Kellenberger die Aufgabe an seinen Nachfolger weitergegeben. Auf der Jahresversammlung wählten die Mitglieder Timo Gerstel zum neuen Obermeister. Damit haben die Badener zugleich einen Generationenwechsel vollzogen.

Gerstel ist der jüngste Obermeister in Pforzheim; selbst in der Verbandsorganisation dürfte es nicht viele geben, die noch jünger sind. Der 39-Jährige engagiert sich bereits seit Längerem im Vorstand der Kfz-Innung, vor allem im Gesellenausschuss hat er sich in den vergangen Jahren eingebracht.

Das Engagement scheint der Familie im Blut zu liegen. Gerstels Urgroßvater gründete den Pforzheimer Automobilclub, auch bei der Gründung der Kfz-Innung engagierte sich die Familie. „Mit zehn Jahren war ich auf meiner ersten Innungsversammlung“, erinnert sich Gerstel, das habe ihm schon als kleiner Junge immer gut gefallen.

Generationenwechsel: (v.li.) Carsten Beuß (Hauptgeschäftsführer Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg), Timo Gerstel (Obermeister), Jürgen Kellenberger (Ehrenobermeister; beide Kfz-Innung Pforzheim) und Harry Brambach (Präsident Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg).
Generationenwechsel: (v.li.) Carsten Beuß (Hauptgeschäftsführer Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg), Timo Gerstel (Obermeister), Jürgen Kellenberger (Ehrenobermeister; beide Kfz-Innung Pforzheim) und Harry Brambach (Präsident Kfz-Gewerbe Baden-Württemberg). (Foto: Kfz-Innung)

Längst hat Gerstel das Alter, um selbst mitzugestalten, wie er die vergangenen Jahre bewiesen hat. In der nun anstehenden Amtszeit will er einen Fokus auf die Nachwuchsgewinnung richten. „Wichtig ist die Zusammenarbeit mit Schulen und Lehrern“, erläutert der neue Obermeister aus Erfahrung. Entscheidend sei die direkte Ansprache vor Ort sowie den jungen Männern und Frauen die beruflichen Möglichkeiten und Chancen aufzuzeigen.

Sensibilisierung für alternative Antriebe

Ein weiteres Thema sind die alternativen Antriebe, für die Gerstel die Innungsmitglieder stärker sensibilisieren will. „Wir müssen die Betriebe darauf vorbereiten, dass eine andere Antriebstechnik kommt.“ Die ersten Schritte hat die Innung längst gemacht: Am Elektroauto können die Mitglieder die neue Technik erfahren und entsprechende Weiterbildungskurse besuchen.

Die Maßnahmen hat bereits Jürgen Kellenberger in seiner Zeit als Obermeister eingeleitet. Er prägte die Entwicklung der Innung in den vergangenen zwei Jahrzehnten, nachdem er im März 1996 die Nachfolge von Erich Bechtold angetreten war. „20 Jahre an der Spitze der Innung sind genug – es ist Zeit, das Amt in jüngere Hände zu legen“, sagte Kellenberger zum Abschied.

Zahlreiche weitere Ämter kamen noch hinzu: 1996 wurde Kellenberger auch in den Vorstand der Kreishandwerkerschaft Pforzheim-Enzkreis gewählt; 2008 wurde er stellvertretender Kreishandwerksmeister. Dieses Amt übte er bis 2014 aus. Noch heute gehört Kellenberger dem Vorstand der Kreishandwerkerschaft an.

Auch in der Kfz-Innung bleibt Kellenberger aktiv. Als eine seiner ersten Amtshandlungen ernannte Gerstel seinen Vorgänger zum Ehrenobermeister der Kfz-Innung. Zudem erhielt er die Goldene Ehrennadel in Verbindung mit der Ehrenurkunde des Landesverbands Baden-Württemberg.

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