Verband treibt Internetstrategie voran

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Christoph Baeuchle

Der Verkauf von Neuwagen über das Internet wird zum festen Bestandteil des deutschen Pkw-Markts. Diese Entwicklung will das Kfz-Gewerbe nutzen und in der Online-Welt präsenter werden.

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ZDK-Vizepräsident Ulrich Fromme will die Sichtbarkeit der Fabrikate im Netz deutlich erhöhen.
ZDK-Vizepräsident Ulrich Fromme will die Sichtbarkeit der Fabrikate im Netz deutlich erhöhen.
(Foto: Zietz)

Das Kfz-Gewerbe arbeitet an einer neuen Strategie, Interessenten im Internet gezielter angesprochen werden können. „Wir sind derzeit in der Endabstimmung der Strategie“, sagte ZDK-Vizepräsident Ulrich Fromme am Rande der ZDK-Jahrespressekonferenz in Berlin. Damit reagiert der Verband auf die immer größere Bedeutung des Internets für den Neuwagenkauf.

Unterstützung erhalten die Händler dabei von den Herstellern. „Wir, die Fabrikatsverbände, werden jetzt mit den Herstellern diesen Schritt gehen. Denn nur eine gemeinsame Suchmaschinen-Strategie von Händlern eines Fabrikats mit den jeweiligen Herstellern führt zum Ziel: Eine deutlich höhere Sichtbarkeit im Netz.“

Der Weg zu einem Neuwagen führt in der Regel über das Internet. „Um die gewünschten Informationen zu finden, nutzen potentielle Käufer eine Internet-Suchmaschine und klicken dann hauptsächlich auf die Suchergebnisse der ersten Seite“, begründet Fromme das Vorgehen. Setzt der Händler vor Ort die richtigen Schlüsselwörter, so landet er bei der Suchanfrage oben. „So kann es gelingen, den interessierten Kunden gezielt auf die Website und schließlich in sein markengebundenes Autohaus zu lenken.“

Laut dem ZDK-Vizepräsidenten wurden im vergangenen rund 200.000 Neuwagen über das Internet verkauft, etwa ein Viertel davon über Online-Vermittler wie Meinauto.de. Tendenz weiter steigend. „Für uns gibt es jetzt zwei Möglichkeiten: Entweder der Autohandel verschließt vor der rasanten Entwicklung die Augen, oder er wird in der Onlinewelt präsenter“, folgerte Fromme.

Neben der Strategie zur Such-Optimierung im Netz geht der Verband noch einen zweiten Weg: markenspezifische Online-Plattformen. „Wir haben die Eckpunkte dazu formuliert“, erläuterte Fromme. Allerdings sei die Materie ausgesprochen komplex.

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