Vereitelter Quecksilber-Anschlag auf Daimler

Autor / Redakteur: dpa / Andreas Grimm

Der Daimler-Konzern ist Opfer eines Erpressungsversuchs geworden, die Polizei hat einen Tatverdächtigen in Gewahrsam. Der mutmaßliche Täter wollte Fahrzeuge des Autobauers mit Quecksilber verseuchen.

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(Foto: Grimm / »kfz-betrieb«)

Die Berliner Polizei hat am Freitag zwei 30- und 59-jährige mutmaßliche Erpresser des Daimler-Konzerns auf offener Straße festgenommen. Gegen den 30-jährigen Hauptverdächtigen sei am Wochenende Haftbefehl erlassen worden, teilte die Berliner Polizei mit. Der Mann wurde dazu am Samstag einem Richter in Berlin vorgestellt.

Die beiden Männer sollen versucht haben, einen hohen Geldbetrag von einem Industrieunternehmen zu erpressen, hatten die Staatsanwaltschaft Stuttgart, die Polizei Stuttgart und die Polizei Berlin in einer gemeinsamen Mitteilung mitgeteilt. Nach Angaben von „Stuttgarter Zeitung“, „Stuttgarter Nachrichten“ und „Bild“-Zeitung handelte es sich dabei um die Daimler AG. Informierte Kreise bestätigten dies am Freitag auch der „Deutschen Presse-Agentur“.

Eine Sprecherin der Daimler AG bestätigte am Freitag auf Anfrage in Stuttgart den Erpressungsversuch. Man habe umgehend die Ermittler eingeschaltet und eng mit ihnen zusammengearbeitet. Es habe keine Gefahr für Menschen bestanden.

Der 30 Jahre alte Hauptverdächtige soll nach Angaben der Ermittler damit gedroht haben, giftiges Quecksilber in Unternehmensfahrzeugen zu verteilen. Rund 20 Beamte ermittelten. In der Wohnung des Mannes habe man umfangreiches Beweismaterial gefunden, das nun ausgewertet werde. Der mutmaßliche Komplize wurde zunächst freigelassen, da seine genaue Tatbeteiligung noch unklar war.

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