Jaguar Land Rover Verkäuferstimmung ist am Boden

Autor: Julia Mauritz

Der Händlerverband hat im Mai ein Stimmungsbild bei den Verkäufern der deutschen Jaguar- und Land-Rover-Autohäuser eingefangen. Dabei zeigt sich: Die aktuellen Lieferengpässe sind nicht das einzige Ärgernis.

Der Umgang von Jaguar Land Rover mit den Lieferengpässen ist nicht der einzige Kritikpunkt der Verkäufer.
Der Umgang von Jaguar Land Rover mit den Lieferengpässen ist nicht der einzige Kritikpunkt der Verkäufer.
(Bild: Simon/»kfz-betrieb«)

Die Lage bei Jaguar Land Rover Deutschland bleibt in Folge der massiven Lieferengpässe, mit denen der britische Hersteller zu kämpfen hat, angespannt: Laut Kraftfahrt-Bundesamt gingen die Neuzulassungen bei Jaguar von Januar bis Mai um 32 Prozent zurück. Land Rover blieb ebenfalls hinter der allgemeinen Marktentwicklung zurück und verzeichnete lediglich 3,6 Prozent mehr Neuwagenzulassungen als im schwachen Vorjahreszeitraum. Zusammen brachten es beide Marken in den ersten fünf Monaten dieses Jahres auf lediglich rund 8.000 Neuzulassungen. Dem Jaguar-Land-Rover-Händlerverband zufolge müssen die Kunden aktuell bis zu 18 Monate auf ihren Neuwagen warten.

Der Verband beurteilt die aktuelle Situation als immer bedrohlicher für die Vertriebspartner und übt gleichzeitig scharfe Kritik am Kronberger Importeur: Dieser ergreife keine Maßnahmen, um den Schaden, der durch die Lieferengpässe entstehe, abzufedern. So gewähre Jaguar Land Rover Deutschland den betroffenen Kunden nach wie vor für maximal vier Monate einen Leihwagen. Wenn ein Kunde vom Kaufvertrag zurücktrete, fordere der Importeur die dem Händler gewährte Unterstützung für die Mietwagenkosten in Höhe von maximal 550 Euro monatlich zurück. Jenseits einer stringenten Strategie in Sachen Lieferfähigkeit vermisst der Händlerverband auch attraktive Vertriebsprogramme: Die Leasingraten seien nicht wettbewerbsfähig, mahnt er.

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