Verkauf von Assistenzsystemen hat noch Potenzial

Notbremsassistent hält mehr und mehr Einzug

| Autor: Andreas Grimm

Notbremsassistenten sollen Unfälle verhindern oder deren Folgen mildern.
Notbremsassistenten sollen Unfälle verhindern oder deren Folgen mildern. (Bild: Bosch)

Notbremsassistenten werden mehr und mehr zur Standardausstattung in Neuwagen. Laut einer Auswertung des Automobilzulieferers Bosch ist der elektronische Helfer inzwischen in mindestens jedem vierten Neuwagen verbaut. Damit zählt die Technik laut der Statistik, die allerdings noch auf den Neuzulassungen des Jahres 2015 basiert, zu den Systemen mit der größten Verbreitung.

Einen Grund für die wachsende Verbreitung sieht Bosch in den Euro-NCAP-Tests. Damit die Verbraucherschutzorganisation die Bestnote von fünf Sternen vergibt, ist ein automatisches Notbremssystem inzwischen Voraussetzung. Diese Systeme überwachen mit einem Radar- und/oder Videosensor den Bereich vor einem Fahrzeug.

Der Notbremsassistenz ist bereits recht weit verbreitet. Doch an die Beliebtheit und Verbreitung von Einparkhilfen kommt er nicht heran (zum Vergrößern bitte klicken).
Der Notbremsassistenz ist bereits recht weit verbreitet. Doch an die Beliebtheit und Verbreitung von Einparkhilfen kommt er nicht heran (zum Vergrößern bitte klicken). (Bild: Bosch)

Dazu kommt möglicherweise ein Gewöhnungseffekt. „Je vertrauter die Autofahrer mit Fahrerassistenzsystemen sind, desto mehr wächst die Akzeptanz“, sagt Bosch-Geschäftsführer Dirk Hoheisel. „Fahrerassistenzsysteme etablieren sich zunehmend auf dem Markt und ebnen damit den Weg zum automatisierten Fahren.“

Mit der Verbreitung des Notbremsassistenten liegt Deutschland dennoch nur im Mittelfeld. In den Niederlanden ordern die Kunden diese Technik in 32 Prozent der Neuwagen, in Belgien sind es 30 Prozent. Deutlich zurückhaltender sind dagegen die Briten mit 21 Prozent und die Spanier (16 %).

In der Technik steckt Bosch zufolge noch viel Potenzial. „Hätten alle Fahrzeuge ein automatisches Notbremssystem an Bord, könnten allein in Deutschland bis zu 72 Prozent aller Auffahrunfälle mit Personenschaden vermieden werden“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens unter Berufung auf die hauseigene Unfallforschung.

Die Verbreitung von Assistenzsystemen ist von Land zu Land unterschiedlich (zum Vergrößern bitte klicken).
Die Verbreitung von Assistenzsystemen ist von Land zu Land unterschiedlich (zum Vergrößern bitte klicken). (Bild: Bosch)

Neben dem Notbremsassistenten sind weitere Assistenzsysteme im Kommen. Eine Parkautomatik besitzt inzwischen die Hälfte aller Neuwagen (52 %), die Müdigkeitserkennung arbeitet in 27 Prozent der Fahrzeuge. Ebenfalls auf dem Vormarsch sind Spurassistenten (16 %), intelligente Lichtsteuerung (14 %),Verkehrszeichenerkennung und Abstandsregeltempomat (jeweils 11 %).

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