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Versicherungsfall(e): Viele Teile oder ein Auto?

| Autor: Steffen Dominsky

Oldtimer sind Emotion und Leidenschaft. Doch die Beschäftigung mit ihnen kann im Schadenfall für einen Kfz-Betrieb schnell Leiden schaffen, wenn der Versicherungsschutz nicht passt. Was schieflaufen kann, zeigen Praxisbeispiele des Oldtimerversicherers Belmot.

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In Sachen Oldtimer korrekt versichert? Die Experten von Belmot/Mannheimer zeigen anhand von Beispielen aus der Praxis, was passiert, wenn nicht.
In Sachen Oldtimer korrekt versichert? Die Experten von Belmot/Mannheimer zeigen anhand von Beispielen aus der Praxis, was passiert, wenn nicht.
(Bild: Belmot)

Eine Werkstatt, selbst wenn sie nur sporadisch einen Oldtimer auf dem Hof hat, kann im Fall der Fälle finanziell schnell alt aussehen. Nämlich dann, wenn etwas mit dem Schmuckstück des Kunden passiert. Sei es, dass es gestohlen oder beim Transport, der Reparatur oder der Restaurierung beschädigt wird. Selbst wenn einzelne Komponenten nicht mehr aufzufinden sind oder im Zuge einer Instandsetzung beschädigt oder gar zerstört werden, kann das einen Kfz-Betrieb gewaltig in die Bredouille bringen, wenn er auf die falsche Versicherungspolice vertraut.

Vor diesem Hintergrund sollte jeder Kfz-Betrieb prüfen und hinterfragen, ob er in Sachen Classic Business, dem Geschäft mit und rund um Oldtimer, richtig versichert ist. Das gilt übrigens auch für Handwerksbetriebe wie Sattler, die als Dienstleister für Werkstätten arbeiten. Im Folgenden ein Beispiel aus der Rubrik: „Haben Sie ihr Ersatzteillager richtig versichert?“

Herr Bayer ist ein geschätzter und über die Landegrenzen hinaus anerkannter BMW-Restaurator. Seine Arbeit ist hochwertig, die Ausstattung seiner Werkstatt ebenfalls. Doch eines Tages wird letztere ein Opfer der Flammen. Personen kommen nicht zu schaden, wohl aber der komplette Inhalt seines Betriebs. Sieben Fahrzeuge standen zum Zeitpunkt des Brandes in diesem – in unterschiedlichsten Erhaltungs- bzw. Restaurierungszuständen. Die meisten Wagen waren zum Brandzeitpunkt zerlegt, lagen in Form von Einzelteilen in einem Lager, zusammen mit neuen Ersatzteilen, die Herr Bayer bereits besorgt hatte. Doch auch der eine oder andere Eigner eines BMWs hatte diesen zusammen mit weiteren Ersatzteilen zu Herrn Bayer gebracht.

Ralf Stumpfernagel von Belmot (Mannheimer Versicherung) berät im Bereich Classic Business auch Kfz-Unternehmen: „Vielfach setzen sie sich in Sachen Young- und Oldtimer unwissentlich hohen Risiken aus“, warnt der Versicherungsfachmann.
Ralf Stumpfernagel von Belmot (Mannheimer Versicherung) berät im Bereich Classic Business auch Kfz-Unternehmen: „Vielfach setzen sie sich in Sachen Young- und Oldtimer unwissentlich hohen Risiken aus“, warnt der Versicherungsfachmann.
(Bild: Belmot)

Und genau dieser alltägliche Umstand macht die Regulierung eines solchen Schadens zu einer ziemlich verzwackten Sache. „In der Regel deckt eine Kfz-Kaskoversicherungspolice ausschließlich die Teile an dem jeweiligen Fahrzeug ab. Deshalb besteht im Umkehrschluss keine Deckung beispielsweise für einen weiteren Motor oder sonstige, dem Restaurierer überlassene Ersatzteile“, kommentiert Ralf Stumpfernagel, Markenmanager von Belmot, der Oldtimerversicherung der Mannheimer Versicherung AG, diesen Fall. Zusätzliche Ersatzteile müssen über eine sogenannte Inhaltsversicherung abgedeckt werden.

„Lassen Sie zudem prüfen, zu welchem Wert der Inhalt Ihres Lagers gedeckt ist. Ist es der Neuwert? Der Zeitwert? Oder die Anschaffungsrechnung? Wie ist dieser Wert im Falle eines Falles nachzuweisen ? Darüber sollten Sie sich als Betriebsinhaber bzw. Verantwortlicher einmal Gedanken machen“, rät Stumpfernagel.

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Über den Autor

 Steffen Dominsky

Steffen Dominsky

Redakteur »kfz-betrieb«, Vogel Communications Group, Vogel Business Media GmbH & Co. KG