Sixt Leasing Vertragsbestand sinkt zum Jahresstart

Autor: Andreas Grimm

Der schwache Neuwagenmarkt schlägt auch auf die Geschäftstätigkeit von Sixt Leasing durch. Für das laufende Jahr erwartet das Unternehmen nur noch eine leichte Belebung der Nachfrage.

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Der Vertragsbestand von Sixt Leasing entwickelt sich derzeit nur langsam voran.
Der Vertragsbestand von Sixt Leasing entwickelt sich derzeit nur langsam voran.
(Bild: Sixt Leasing)

Der Online-Vertrieb von Fahrzeugen ist derzeit kein Selbstläufer. Zumindest der einstige Vorreiter im Bereich Neuwagenleasing via Internet, die Sixt Leasing SE, kommt derzeit nur in kleinen Schritten voran. Wie das Unternehmen in einer Quartalsmitteilung berichtet, sank der Vertragsbestand in den ersten drei Monaten des Jahres um 1,4 Prozent auf 128.100 Verträge. Grund sei im Wesentlichen das weiter schwache Neugeschäft.

Dabei ging der Vertragsbestand im Geschäftsfeld Online Retail um 2,3 Prozent zurück (auf 37.800 Verträge). Der Vertragsbestand im Geschäftsfeld Flottenleasing fiel um 3,5 Prozent (36.500 Verträge), während es im Flottenmanagement 0,7 Prozent voranging (53.900 Verträge). Auch im weiteren Jahresverlauf erwartet das Unternehmen keine nennenswerten Impulse. Unter dem Strich werde ein leichter Anstieg des Konzernvertragsbestands im Vergleich zum Vorjahr (damals 129.900 Verträge) erwartet.

Für das laufende Jahr werde das Markt- und Geschäftsumfeld weiterhin durch die Covid-19-Pandemie stark negativ belastet, hieß es. Eine Erholung sei frühestens im zweiten Halbjahr 2021 zu erwarten. „Wir werden unsere Strategie weiter konsequent umsetzen und sind damit gut aufgestellt, um das anhaltend hohe Bedürfnis nach Mobilität zu befriedigen – insbesondere nach der Aufhebung der Kontaktbeschränkungen“, sagte Michael Ruhl, Vorstandsvorsitzender der Sixt Leasing SE, in einer Pressemitteilung.

Derzeit arbeitet Sixt Leasing an der Einführung eines Mobilitätsbudgets im Geschäftsfeld Flottenmanagement. Damit sollen die Mitarbeiter von Fuhrparkkunden – als Alternative oder Ergänzung zum Dienstwagen – die Möglichkeit erhalten, Verkehrsmittel wie zum Beispiel Bus, Bahn, Fahrrad, Carsharing oder Taxi zu nutzen.

Dass das Marktumfeld derzeit schwierig ist, hatte erst vor einer Woche der kurzfristig gestoppte Börsengang der Meinauto Group deutlich gemacht. Als Grund für die Verschiebung der Emission nannte das Unternehmen „die derzeit ungünstigen Marktbedingungen für wachstumsstarke Unternehmen“.

Dagegen lief es zuletzt beim Online-Gebrauchtwagenhändler Auto 1 gut. Man habe im ersten Quartal von steigenden Preisen im Gebrauchtwagenmarkt profitiert, hieß es. Im Vergleich mit dem Vorjahr verzeichnete Auto1 vor allem wegen den Corona-Auswirkungen dennoch weniger abgesetzte Fahrzeuge.

Im Profihandel mit den Händlern erzielte Auto1 höhere Verkaufspreise als zuvor, mit Privatkunden über Autohero sanken jedoch die Preise und auch der Bruttoverdienst je Auto. Auto1 setzt auf starkes Wachstum bei den Privatkunden und baut den Online-Verkauf mit viel Werbung aus – und nimmt für den Gewinn von Marktanteilen offenbar zunächst auch günstigere Preise in Kauf.

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 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«