Skoda Vertriebschef Quary geht, der Nachfolger steht fest

Autor Andreas Grimm

Peter Kühl wird künftig der oberste Ansprechpartner für die Skoda-Händler in Vertriebsfragen sein. Zum 1. Juni tritt der langjährige VW-Manager mit einem klaren Auftrag seinen Posten als Vertriebsleiter an.

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Peter Kühl übernimmt zum 1. Juni die Leitung des Vertriebs von Skoda Auto Deutschland.
Peter Kühl übernimmt zum 1. Juni die Leitung des Vertriebs von Skoda Auto Deutschland.
(Bild: Skoda)

Skoda Auto Deutschland versucht den fließenden und geräuschlosen Übergang auf dem zentralen Posten des Vertriebsleiters. Während der langjährige oberste Verkäufer des Importeurs, Stefan Quary, am Freitag, 30. April seinen Ausstand gab, stellte Skoda Peter Kühl als Nachfolger vor. Er übernimmt zum 1. Juni die Verantwortung für den Verkauf der tschechischen Fahrzeuge in Deutschland.

Im Mai wird Frank Jürgens, Sprecher der Geschäftsführung von Skoda Auto Deutschland, das Vertriebsressort kommissarisch leiten. Vor einigen Wochen hatte er im Gespräch mit »kfz-betrieb« versichert, man werde als künftigen Vertriebschef „selbstverständlich einen Nachfolger suchen, der auch zur DNA der Marke passen muss“.

Ob diesen Anspruch Peter Kühl erfüllt, lässt sich aktuell schwer beurteilen. Fakt ist, dass er mit der Marke Skoda laut der Pressemitteilung des Importeurs und seines Linkedin-Profils bislang keine wesentlichen Berührungspunkte hatte. Der studierte Betriebswirt kommt wie viele Skoda-Manager der letzten Jahre aus der Wolfsburger Konzernzentrale, wo er seit Oktober 2020 als „Head of Group Sales Mobility“ agierte.

In Wolfsburg arbeitete Kühl (wieder) seit Januar 2018 in verschiedenen Positionen im Flottengeschäft. Zuvor war er beim chinesischen Joint Venture des Autobauers FAW-VW in China als Vertriebsvorstand aktiv. Davor wiederum arbeitete er schon einmal für die Volkswagen AG im Bereich „Group Fleet International“. Seine ersten beruflichen Stationen nach dem Studium in Aachen, Madrid und Gießen hatten ihn zu Karstadt und dann zu Daimler Chrysler geführt.

Der laut Jürgens „ausgesprochene Vertriebsprofi“ hat nun zuvorderst die Aufgabe, „die starke Position von Skoda auf dem deutschen Markt weiter auszubauen“. Das weiter differenzierte und jüngst um das erste Elektromodell Enyaq gewachsene Fahrzeugangebot biete dazu beste Voraussetzungen.

Kühl folgt auf Stefan Quary, der den Importeur auf eigenen Wunsch zum 30. April verlassen hat. Quary leitete den Skoda-Vertrieb seit dem Oktober 2015 und feierte mit den Tschechen zahlreiche Absatzerfolge. Im Vor-Corona-Jahr 2019 überschritt der Absatz in Deutschland erstmals die Marke von 200.000 Einheiten. Quary habe „wesentlichen Anteil am Wachstum der Marke in den vergangenen fünf Jahren“, bilanzierte Jürgens. Ab dem 1. Mai arbeitet Stefan Quary als Leiter des Verkaufs in Deutschland für Audi.

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