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Verweisung auf Freie Werkstatt

Autor / Redakteur: autorechtaktuell.de / Jens Rehberg

Der Geschädigte kann auch dann auf eine qualifizierte preisgünstigere Werkstatt ohne Rücksicht auf Markenbindung verwiesen werden, wenn „Sonderkonditionen“ und nicht marktübliche Preise berechnet werden.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Der Geschädigte kann auch dann auf eine qualifizierte preisgünstigere Werkstatt ohne Rücksicht auf Markenbindung verwiesen werden, wenn „Sonderkonditionen“ und nicht marktübliche Preise berechnet werden.

Im vorliegenden Fall hatte die Beklagte den Reparaturkostenaufwand auf der Grundlage eines Prüfberichts der Dekra nebst Referenzliste mehrerer Werkstätten beziffert und konnte nachweisen, dass eine Instandsetzung zu diesem Preis auch tatsächlich erfolgen könnte.

Dem vom Kläger vorgelegten Gutachten war nicht zu entnehmen, bei welcher markengebundenen Fachwerkstatt oder wie sonst die ortsüblichen und notwendigen Preise ermittelt wurden.

Das Amtsgericht (AG) Hagen kam mit Urteil vom 07.10.2010 (AZ: 10 C 133/10) zu der Überzeugung, dass die in der Referenzliste genannten Werkstätten über alle Merkmale einer qualifizierten Fachinstandsetzung verfügen. Hieraus leitete es die Zumutbarkeit für den Kläger ab, seinen Wagen dort instandsetzen zu lassen, zumal auch die örtliche Entfernung nur wenige Kilometer beträgt.

Dass die genannten Referenzbetriebe vorliegend auf der Grundlage von Sonderkonditionen und nicht marktübliche Preise abrechnen, beeinflusste die Beurteilung des Sachverhalts durch das Gericht nicht.

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