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Via Live-Chat im Gespräch bleiben

Autor: Silvia Lulei

Ein Viertel der Fragen, die derzeit über Live-Chats oder Chatbots bei Autohäusern eingehen, drehen sich um die Auswirkungen des Coronavirus. In dieser Situation stehen die Betriebe vor einer entscheidenden Aufgabe .

Mit gezielter Kommunikation über Live-Chats oder Chatbots können Autohäuser den Kunden Sicherheit geben.
Mit gezielter Kommunikation über Live-Chats oder Chatbots können Autohäuser den Kunden Sicherheit geben.
(© sdecoret - stock.adobe.com)

Wird mein Fahrzeug wie geplant ausgeliefert? Findet die Probefahrt statt? Bleibt der Werkstatttermin bestehen? 26 Prozent aller Fragen, die derzeit über Live-Chats oder Chatbots bei Autohäusern eingehen, drehen sich um die Auswirkungen des Coronavirus. Das hat jedenfalls die Messaging-Plattform Web1on1 für sich festgestellt, die monatlich neun Millionen Website-Besucher in den Beneluxländern, der DACH-Region und Frankreich tracken. Angesichts der aktuellen Schwierigkeiten, mit denen die Autohandelsbranche konfrontiert ist, sei es enorm wichtig, „mit den Kunden in Kommunikation zu bleiben“, sagt Jörg Höhner, Director Business Development bei Web1on1.

Das holländische Unternehmen mit Büros in Amsterdam, Paris und München betreut 300 Autohändler und Hersteller in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz und Belgien. Die Chat-Agenten beantworten Anfragen, die über die Live-Chat-Funktionen auf den Websites der Autohäuser eingegeben werden. Ihr Job ist, für die Autohäuser einen qualifizierten Lead zu generieren, der dann von den Verkäufern im Handel bearbeitet wird. Nach Erfahrungen von Web1on1 wird jedes zweite Gespräch in einen Verkauf umgewandelt. Bezahlt werden die Chat-Agenten nach Ergebnis, beispielsweise einen Termin für eine Probefahrt.

Im Moment dürfte das schwierig sein; die meisten Händler haben ihr Autohaus für den Verkauf geschlossen. Serviceleistungen werden nach wie vor erbracht. Dennoch ermuntert Höhner den Handel, weiterhin aktiv das Gespräch mit Kunden und Interessenten zu suchen. Denn jetzt könne man „im Voraus Leads liefern für die Zeit nach der Krise“.

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Über den Autor

 Silvia Lulei

Silvia Lulei

Chefredakteurin »Gebrauchtwagen Praxis«, Vogel Communications Group