„Plug & Play“-Konzept 2021 „Vielfach gewünschte Plattform für die physische, geschäftliche Begegnung“

Autor: Wolfgang Michel

Trotz Corona-Auflagen und weltweit geltender Reisebeschränkungen – die Macher der Automechanika Frankfurt setzen auf eine große internationale Reichweite. Wie das zusammenpasst und funktioniert, erklärt Messedirektor Olaf Mußhoff im Gespräch mit »kfz-betrieb«.

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Olaf Mußhoff, Direktor der Branchenmesse Automechanika Frankfurt: „Für die Aussteller reduzieren wir das Risiko und die Kosten auf ein Minimum.“
Olaf Mußhoff, Direktor der Branchenmesse Automechanika Frankfurt: „Für die Aussteller reduzieren wir das Risiko und die Kosten auf ein Minimum.“
(Bild: Messe Frankfurt)

Redaktion: Wie argumentieren Sie in Richtung Aussteller – national und international –, das dreitägige Format der Automechanika Frankfurt 2021 zu nutzen?

Olaf Mußhoff: Die Automechanika Frankfurt `21, die wir wegen der begleitenden Ausstellung „Digital Plus“ nennen, bietet Branchenplayern vor allem aber auch die Möglichkeit, sich digital zu präsentieren und zu vernetzen. Gerade für Teilnehmer, die auf Grund von Reiserestriktionen, mangelnder internationaler Reiseverbindungen oder ähnlichem nicht nach Frankfurt kommen können, ist das eine tolle Gelegenheit, sich trotzdem mit anderen Kfz-Profis zu vernetzen. Aufgrund der Bedeutung der Messemarke und der Unterstützung unseres internationalen Netzwerks setzen wir hier auf eine große internationale Reichweite. Bei der Automechanika Shanghai im Dezember letzten Jahres haben wir mit dem hybriden Format bereits gute Erfahrungen gemacht.

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Warum haben Sie sich gegen eine rein digitale Automechanika 2021 entschieden?

Wir haben in den letzten Wochen viele Gespräche mit Kunden und unterstützenden Verbänden geführt. Ein doch beachtlicher Teil wünscht sich im Herbst eine Plattform für physische, geschäftliche Begegnung. Deshalb haben wir das Konzept für die diesjährige Automechanika modifiziert. Nach dem Prinzip „Plug & Play“ bieten wir Unternehmen die Möglichkeit, sich mit ihren Innovationen zu präsentieren und Kunden persönlich zu treffen. Dabei reduzieren wir die Vorbereitungen sowie das Risiko und die Kosten für Aussteller auf ein Minimum.

Mit wie vielen Ausstellern planen Sie beziehungsweise gibt es eine Untergrenze?

Wir müssen erst einmal schauen, wie unser Vorschlag im Markt angenommen wird. Unser Beirat und einige Branchenvertreter haben das Konzept auf jeden Fall positiv aufgenommen, betrachten es als neu definierten Rahmen, als neue Option, die auch eine gewisse Kurzfristigkeit in der Entscheidung bietet. Uns alle verbindet sicherlich die Hoffnung, dass sich die aktuelle Situation verbessert.

Wird es Einschränkungen für Messebesucher geben oder kann kommen wer will?

Natürlich freuen wir uns über jeden Teilnehmer, der nach Frankfurt kommt. Gleichzeitig liegt uns auch die Sicherheit und Gesundheit unserer Kunden und aller beteiligten Personen am Herzen. Daher hat die Messe Frankfurt ein Konzept erarbeitet und mit den Behörden abgestimmt, in dem hygienische, medizinische und organisatorische Maßnahmen berücksichtigt sind. Diese Anpassungen basieren stets auf den aktuell gültigen, behördlichen Vorgaben und finden in enger und bewährter Abstimmung mit dem Gesundheitsamt statt. Welche Bestimmungen im September gelten, weiß heute keiner. Von unserer Seite aus werden wir aber alles dafür tun, damit die Veranstaltung sicher und nach den geltenden Hygiene- und Schutzmaßnahmen stattfinden kann. Ich hoffe, dass sich die Situation durch die Impfungen und durch weitere Maßnahmen in den nächsten Monaten entspannt und wir viele unserer Kunden im September auf dem Messegelände begrüßen können.

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 Wolfgang Michel

Wolfgang Michel

Chefredakteur »kfz-betrieb«