VDIK Vinfast wird neues Mitglied

Autor Doris Pfaff

Der vietnamesische Autohersteller macht Ernst mit einem Marktstart in Deutschland. Schon jetzt wird Vinfast Mitglied im Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK). 2022 sollen die ersten E-Autos in Deutschland in den Verkauf kommen.

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Der vietnamesische Autobauer Vinfast unterstreicht seinen Willen zum Start in Deutschland mit einem Eintritt in den Importeursverband VDIK.
Der vietnamesische Autobauer Vinfast unterstreicht seinen Willen zum Start in Deutschland mit einem Eintritt in den Importeursverband VDIK.
(Bild: Vinfast)

Vinfast hat sich 2017 gegründet und gilt als erster global agierender Autohersteller Vietnams. Er ist Teil der Vingroup, eines großen privaten Mischkonzerns in Asien.

Das Unternehmen unterstreicht mit der Mitgliedschaft im VDIK seinen Markteintritt in Europa. Für das Jahr 2022 will der Autobauer seine ersten beiden Elektroautos in drei Ländern, darunter auch in Deutschland, anbieten.

Bich Tran, CEO von Vinfast, sagte: „Deutschland ist einer der bedeutendsten Pkw-Märkte der Welt, auf dem auch die Elektromobilität schnell wächst. Wir bereiten uns intensiv auf den Markteintritt vor und möchten dazu auch die Expertise des VDIK nutzen.“

Vinfast hatte bereits Anfang des Jahres angekündigt, 2022 seine ersten E-Autos nach Europa zu bringen.
Vinfast hatte bereits Anfang des Jahres angekündigt, 2022 seine ersten E-Autos nach Europa zu bringen.
(Bild: Vinfast)

Die Mitgliedschaft erfolgte auf Beschluss des Verbandsvorstands. Dessen Präsident Reinhard Zirpel lobte die Vielfalt des Angebots des vietnamesischen Herstellers, auch im Bereich der alternativen Antriebe. „Mit Vinfast nimmt der VDIK erstmals ein Unternehmen mit Wurzeln in Vietnam auf. Wir vertreten damit nun Automarken aus Europa und den USA sowie aus drei verschiedenen asiatischen Ländern“, so Zirpel. Das Profil des Verbands werde damit weiter geschärft. Der VDIK vertritt in Deutschland 38 Marken von Pkw- und Nutzfahrzeugherstellern aus zwölf Ländern.

Know-how aus Europa

Vinfast hatte zuletzt Schlagzeilen gemacht, als es den Wechsel des langjährigen Opel-Chefs Michael Lohscheller nach Südostasien vermeldete. Er soll künftig die Autosparte des Mischkonzerns leiten. Allerdings gibt es auch in Frankfurt, also im Umfeld von Lohschellers bisheriger Wirkungsstätte, eine Niederlassung der Vietnamesen.

Der Autobauer hatte sich auch im Vorfeld bereits Know-how von Branchengrößen wie BMW, den Design-Spezialisten von Pininfarina, dem Entwicklungsdienstleister Edag oder dem Zulieferer Magna geholt. Auch mit dem Batterie-Spezialisten Kreisel Electric aus Österreich ist Vinfast im Austausch. Erstmals aufgetreten war Vinfast im Herbst 2018 auf dem Pariser Autosalon mit David Beckham als Markenbotschafter.

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