Cupra Virtuelle Kundenberatung aus Hamburg

Autor: Andreas Grimm

Aus ganz Deutschland können sich Cupra-Interessenten jetzt digital beraten lassen. Marken-Experten aus dem Flagship-Store in Hamburg erläutern ihnen online und über eine Datenbrille Marke und Modelle. Der stationäre Handel soll davon auch profitieren.

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In der virtuellen Cupra Garage übertragen die Smart Glasses eines Markenexperten das Bild an den Kunden.
In der virtuellen Cupra Garage übertragen die Smart Glasses eines Markenexperten das Bild an den Kunden.
(Bild: Seat)

Nach dem ersten stationären Aushängeschild des Seat-Ablegers, der Cupra Garage in Hamburg, legt die Marke nun digital nach. Die „virtuelle Cupra Garage“ hat für Interessenten geöffnet. Letztlich sind virtuelle und reale Welt allerdings doch verknüpft. Die Beratung der Kunden erfolgt aus dem Hamburger Showroom heraus – erkennbar an der Industrie-Optik, die den Bau in der Hansestadt auszeichnet.

Für Giuseppe Fiordispina, Marketingleiter von Seat Deutschland, ist die Entwicklung folgerichtig. „Das Konzept passt gut zum progressiven Charakter der Marke und ist eine zeitgemäße digitale Ergänzung zur stationären Fahrzeugpräsentation“, schreibt er in einer Mitteilung. Seat wolle die Bekanntheit und Verbreitung der Marke Cupra verbessern. Interessenten könnten die Modelle nun von unterwegs und aus der Ferne erleben.

Die virtuelle Cupra Garage ist über einen Link erreichbar, der zunächst zu einem Terminbuchungssystem führt. Die Terminbestätigung per E-Mail enthält einen weiteren Link, der in einen virtuellen Showroom führt. Dort empfängt dann ein Cupra-Experte mit einer Virtual-Reality-Brille den Kunden. Letzterer blickt praktisch mit den Augen des Verkäufers auf das Fahrzeug im Showroom und kann den Erklärungen zu Aussehen, Interieur, Funktionen und Individualisierung folgen.

Eine Beratung ist auf 20 bis 30 Minuten ausgerichtet und richtet sich immer nur an eine Person. Ist das Interesse an einem Cupra-Modell geweckt, wird der Kunde für Probefahrten oder Fragen der Finanzierung an einen Cupra-Partner für die weitere Abwicklung übergeben. Langfristig sollen die Cupra-Partner die Technologie selbst nutzen, um anschaulich zu neuen Modellen oder der Ausstattung on demand zu beraten, heißt es von Seat.

Derzeit sind Beratungstermine in der virtuellen Cupra Garage montags bis freitags zwischen 9 Uhr und 19 Uhr sowie samstags zwischen 9 Uhr und 15 Uhr möglich. Sollte ein Berater nicht gebucht sein, sind auch spontane Präsentationen ohne Terminabsprache möglich.

Cupra nutzt Digitalisierung zur Weiterbildung

Bereits Anfang November hatte Cupra seine Digitalisierungsstrategie vorgestellt, die die Markteinführung neuer Modelle begleiten soll. Entstanden ist in diesem Zug die virtuelle „E-Garage am Cap Formentor“. Die Online-Plattform ist ein virtuelle Raum, in dem sich die Nutzer über einen Avatar bewegen und mit anderen Personen über eine Sprach- und Chatfunktion kommunizieren. Zu sehen sind neben den Cupra-Modellen auch Lifestyle-Kollektionen und andere Produkte der Markenwelt. Cupra sei eine Marke, die im 21. Jahrhundert entstanden ist und damit ein ,Digital Native‘, heißt es von Seat.

Zudem dient die E-Garage auch als virtuelles Schulungszentrum. Ende Oktober hatten sich mehr als 600 Cupra Master aus 35 Ländern zur Cupra Master Convention zusammmengefunden, um in dem virtuellen Umfeld eine Grundausbildung zum Fachverkäufer für die Marke zu absolvieren. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, von den Cupra-Experten mehr über die Markenstrategie zu erfahren und ihr Wissen in einem Wettbewerb zu testen. Die Marke will bis Ende des Jahres 520 Experten weltweit am Start haben.

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Über den Autor

 Andreas Grimm

Andreas Grimm

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«