Auto-Abo Vive-La-Car erweitert sein Angebot

Autor: Julia Mauritz

Mit einem neuen Sharing-Modell und einer Kaufoption für die Kunden sowie einem neuen Softwaretool und höheren Erträgen für Händler, die mindestens zehn Autos zum Abo anbieten, will das Stuttgarter Start-up die Attraktivität seiner Plattform erhöhen.

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Mit einer neuen Aktion will Vive-La-Car mehr Händler dafür gewinnen, ihre Fahrzeuge zum Abo anzubieten.
Mit einer neuen Aktion will Vive-La-Car mehr Händler dafür gewinnen, ihre Fahrzeuge zum Abo anzubieten.
(Bild: Vive-La-Car)

Das Stuttgarter Start-up Vive-La-Car verschmilzt mit seinem neuen Angebot „Vive La Car One“ das Auto-Abo mit dem Carsharing. Ab dem Spätherbst können sich vorerst in Stuttgart, Köln und Berlin bis zu drei Abonnenten ein Fahrzeug zu einem monatlichen Fixpreis teilen. In der Rate sind neben den üblichen Kosten auch Kraftstoff-, beziehungsweise Stromkosten enthalten.

Jeder einzelne Abonnent zahlt dabei nur die Kilometer, die er tatsächlich gefahren ist. Eine Kündigung des gemeinsamen Abos ist, mit einer Frist von drei Monaten, monatlich möglich. Als Zielgruppe für sein neues Angebot nennt Mathias R. Albert, Gründer und CEO von Vive-La-Car, sowohl Privatkunden, die sich ein Auto mit ihren Nachbarn teilen möchten, aber auch Bürogemeinschaften oder Kleingewerbetreibende.

Ebenfalls neu ist, dass die Vive-La-Car-Abonnenten dank der Kooperation mit der Creditplus Bank jetzt die Möglichkeit haben, ein Fahrzeug nach dem Auslaufen des Abovertrags online zu kaufen, zu finanzieren oder zu leasen. „Wir sorgen für alle notwendigen Abläufe und sichern für Kunden eine rein digitale, transparente und einfache Abwicklung. Unseren Händlerpartnern bieten wir damit völlig neue Absatzchancen“, erklärt Mathias R. Albert.

„Für uns war es nur ein konsequenter Schritt, neben der Refinanzierung der Abo-Fahrzeuge für die Vive-La-Car-Partner auch Leasing oder Finanzierung für den Endkunden zu integrieren“, schildert Alexander Bühler, Leiter Sales Automotive bei der Creditplus Bank. Vive-La-Car plant, das neue Angebot auch auf verschiedene White-Label-Lösungen auszudehnen und digitale Finanzierungs- und Leasingangebote der Hersteller miteinzubeziehen.

„Verdopplung der Erträge möglich“

Angesichts der aktuellen Knappheit an Neu- wie auch Gebrauchtwagen sieht Albert das Auto-Abo aus Ertragssicht momentan als beste Option für den Handel. Autohäuser können Neuwagen, Vorführwagen sowie Gebrauchtwagen bis zu einem Alter von vier Jahren und einer Laufleistung von 50.000 km im Abo anbieten. „Es spielt eigentlich keine Rolle, welches Auto ins Abo geht. Je nach Modell und Abo-Laufzeit ist auch eine Verdopplung des Ertrags möglich“, bemerkt er.

Aufgrund der stabilen Gebrauchtwagenpreise ließe sich ein Fahrzeug, das einige Monate im Abo läuft, mit einem geringen Abschlag veräußern. Als Rechenbeispiel zieht Albert einen Golf VIII heran, der für 19.700 Euro gehandelt wird, und mit dem ein Händler einen Rohertrag von rund 3.000 Euro brutto erwirtschaften kann. Läuft das Abo sechs Monate, bei einer Fahrleistung von 4.800 Kilometern, reduziere sich der Marktpreis auf 18.800 Euro und der Ertrag aus dem Verkauf auf 2.100 Euro. Mit den Einnahmen aus dem Abo steige der Gesamterlös jedoch auf 4.014 Euro, rechnet Albert vor.

Partner, die noch bis zum 24. Dezember 2021 mindestens zehn Fahrzeuge auf der Plattform anbieten, stellt Vive-La-Car im Rahmen einer Aktion dabei bis zu 15 Prozent höhere Erstattungen in Aussicht. An der Aktion teilnehmen können sowohl bestehende als auch neue Partner. Interessierte Händler können sich per E-Mail oder telefonisch an Vive-La-Car wenden.

Erst kürzlich hatte das Start-up ein KI-gestütztes Softwaretool eingeführt, mit dem es auf Basis von Schwacke- und DAT-Daten sowie über 20 marktrelevanten Parametern die Fahrzeuge identifizieren kann, die sich besonders für eine Nutzung im Abo eignen, samt der Ertragsmöglichkeiten. Für den Handel ist dieser Service kostenlos.

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