Volker Lange: „Die AMI ist keine Ostmesse“

Der VDIK-Präsident im Kurzinterview

08.04.2010 | Autor: Andreas Grimm

Volker Lange: „Die Kfz-Betriebe haben die Möglichkeit, sich an einem Ort auf drei Messen über alle Facetten ihres Gewerbes zu informieren.“
Volker Lange: „Die Kfz-Betriebe haben die Möglichkeit, sich an einem Ort auf drei Messen über alle Facetten ihres Gewerbes zu informieren.“

Redaktion: Zahlreiche Importeure haben die AMI 2010 abgesagt. Zuletzt überraschte Suzuki mit dem Rückzug. Fehlt der Ostmesse die Attraktivität?

Volker Lange: Die AMI ist keine „Ostmesse“, sie ist ab 2010 in den geraden Jahren die einzige internationale Pkw-Messe in Deutschland. Wie auch zur IAA 2009 haben einige Hersteller nicht zusagen können. Andere internationale Pkw-Hersteller, die in der anhaltenden automobilen Krise zum Beispiel die Mitarbeiterzahl stark reduzieren müssen, oder andere, die bereits an neue Investoren verkauft oder sich in der Endphase der Verkaufsverhandlungen befinden, haben zurzeit keinerlei Mittel für einen Messeauftritt in Deutschland.

Zur Amitec kommen nur noch 200 Aussteller. Passt diese Fachmesse noch zu den Endkunden-Konzepten von AMI und Amicom?

Ich habe kein Verständnis für den kritischen Unterton in dieser Frage. Die Wirtschaftskrise hat auch Amitec-Aussteller erfasst, sie zu Zusammenschlüssen gezwungen. Aber gerade die europaweit einzigartige Kombination der Amitec mit der AMI und der neuen Branchenmesse Amicom, die die ganze Bandbreite der Unterhaltungs-, Kommunikations- und Navigationstechnik im Fahrzeug präsentiert, sorgt natürlich für zusätzliche Synergien für alle Fachbesucher. Die Betriebe des Kfz-Gewerbes haben die Möglichkeit, sich an einem Ort auf drei Messen über alle Facetten ihres Gewerbes zu informieren.

Die AMI kommt künftig nur noch alle zwei Jahre. Welche Vor- und Nachteile sehen Sie?

Die AMI in Leipzig ist und bleibt die etablierte Plattform der gesamten Automobilbranche. Mit dem Wechsel in den 2-Jahres-Rhythmus, der von allen Beteiligten begrüßt wurde, sind die Weichen für die Fortsetzung der AMI-Erfolgsgeschichte gestellt. Dem gestiegenen Stellenwert tragen die nationalen und internationalen Hersteller mit noch attraktiveren Messeauftritten und vielen Premieren Rechnung, so können wir jetzt schon das Rekordergebnis von vier Weltpremieren präsentieren.

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